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Neue russische Luftoffensive in Syrien


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Neue russische Luftoffensive in Syrien

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Das russische Militär hat nach eigenen Angaben eine neue Luftoffensive in Syrien gestartet. Vom Flugzeugträger Admiral Kusnezow seien Kampfbomber des Typs Suchoi Su-33 aufgestiegen, erklärte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu. Beim Landeanflug auf das Schiff war am Montag ein Kampfflugzeug abgestürzt.

Die Offensive begann wenige Stunden nach einem Telefonat zwischen Putin und Trump.

Der Einsatz vor der syrischen Küste sei der erste seiner Art in der russischen Geschichte, sagte Schoigu. Auch andere Kriegsschiffe im östlichen Mittelmeer seien beteiligt. Laut Schoigu wurden dabei Regionen in den syrischen Provinzen Idlib und Homs anvisiert, die zuvor genau ausgekundschaftet wurden: “Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse haben wir die wichtigsten Ziele ausgewählt. Dabei handelt es sich um Munitionslager und Sammelpunkte illegaler bewaffneter Gruppen. Genauer ausgedrückt – um Terroristen.”

Die Organisation Weißhelme berichtete von mindestens 14 Luftangriffen auf die umkämpfte Großstadt Aleppo. Dabei seien mindestens vier Menschen, unter ihnen zwei Kinder, getötet worden. Rebellen identifizierten die Flugzeuge als Kampfjets russischer Bauart. Das Verteidigungsministerium in Moskau widersprach diesen Angaben. Russland fliege seit 28 Tagen keine Angriffe auf Aleppo. Im belagerten Ostteil Aleppos sollen sich noch mehrere hunderttausend Zivilisten aufhalten, darunter Frauen und Kinder.

Auch der erweiterte Westteil Aleppos wurde Ziel von Luftangriffen. Im Umland seien seit Montag drei Feldlazarette unter Beschuss geraten, berichtete die oppositionelle Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte unter Berufung auf eine Rebellengruppe. Mindestens ein Mensch sei getötet und mehrere weitere verletzt worden.

Regierungsnahe syrische Medien hatten in den vergangenen Tagen berichtet, eine große Offensive auf Aleppo mit Flugzeugen und Bodentruppen stehe bevor.

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