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Russischer Wirtschaftsminister festgenommen


Russland

Russischer Wirtschaftsminister festgenommen

  • Uljukajew soll Schmiergeld angenommen haben
  • Behörde beurteilte Privatisierungsgeschäft positiv
  • Minister bei Geldübergabe überwacht

Der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew ist wegen der angeblichen Annahme von fast zwei Millionen Euro Schmiergeld festgenommen worden. Das teilte das staatliche Ermittlungskomitee mit. Die Behörde ist direkt Präsident Wladimir Putin unterstellt. Uljukajew soll das Schmiergeld im Zusammenhang mit einem großen Privatisierungsgeschäft angenommen haben. Sein Ministerium habe den Verkauf von 50 Prozent Staatsanteilen am Ölkonzern Baschneft an den ebenfalls staatlich kontrollierten Ölriesen Rosneft genehmigt, hieß es in der Mitteilung. Rosneft wird von Igor Setschin geführt, einem engen Weggefährten Putins.

Das Unternehmen hatte die Anteile im Oktober für mehr als 4.5 Milliarden Euro gekauft.Uljukajew sei bei der Geldübergabe am Montag bereits von Ermittlungsbeamten überwacht worden, sagte ein Behördenvertreter. Am Dienstag solle über einen Haftbefehl entschieden werden. Uljukajew ist der hochrangigste Politiker, der seit dem gescheiterten Putsch im Jahr 1991 verhaftet wurde.
Der frühere stellvertretende Nationalbankchef ist seit 2013 Minister für wirtschaftliche Entwicklung. Er gilt als einer der liberalen Spezialisten, die Russlands Wirtschaft trotz Krise am Laufen halten.

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