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Großeinsatz gegen ungarische Neonazis


Ungarn

Großeinsatz gegen ungarische Neonazis

Bei einem Großeinsatz gegen Neonazis in acht Orten haben ungarische Sicherheitsbehörden etwa ein Dutzend Personen festgenommen. Außerdem wurden große Mengen an Waffen, Munition und Sprengstoff sichergestellt.

Die Neonazis sollen in der sogenannten Ungarischen Nationalen Front MNA organisiert sein. Ein Gründer der Gruppierung, der über 70-jährige Istvan Györkös, war bereits Ende Oktober verhaftet worden. Ihm wird vorgeworfen, bei einer Razzia einen Polizisten erschossen zu haben. Außerdem wurden bei einem Bombenanschlag in Budapest am 24. September zwei Polizisten schwer verletzt, auch dafür soll die MNA verantwortlich sein.

Großeinsätze gegen Neonazis sind in Ungarn ungewöhnlich. Die MNA war rund 20 Jahre lang aktiv, ohne dass sich die Behörden groß um sie gekümmert hätten. Auf dem Landgut von Györkös bei Györ veranstaltete sie Wehrsport-Übungen, die auch von deutschen Neonazis besucht wurden. Ungarische Medien berichten, dass die Organisation dabei von russischen Geheimdiensten unterstützt worden sein soll.

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