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Griechenland: Gedenken an den Studentenaufstand gegen die Militärdiktatur


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Griechenland: Gedenken an den Studentenaufstand gegen die Militärdiktatur

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In Athen sind Tausende Menschen zum Gedenken an den Studentenaufstand von 1973 gegen die griechische Militärdiktatur auf die Straße gegangen. Der Protest der Studenten gilt als Höhepunkt des Widerstandes gegen die Junta der Diktatoren Georgios Papadopoulos und Dimitrios Ioannidis. Bei der Niederschlagung des Aufstandes wurden Dutzende Menschen getötet und Hunderte verletzt. Vielerorts legten die Menschen Blumen nieder.

“Ich habe mein Kind mitgebracht, dass es die Wahrheit über die Vergangenheit erfährt. Es soll selbst sehen, wo die Studenten standen und die Armee versuchte, sie zu stoppen”, meinte ein Vater mit seinem Kind.

“Die junge Generation damals kämpfte für öffentliche und freie Bildung. Aus den gleichen Gründen kämpfen wir heute – für die Rechte, die man uns nehmen will”, so diese junge Frau.

Demonstranten zogen auch vor die US-amerikanische Botschaft. In Griechenland ist die Meinung weit verbreitet, dass die USA die Militärjunta geduldet hätten. Traditionell kommt es am Abend des Gedenktages auch zu Ausschreitungen zwischen linksextremen Gruppierungen und der Polizei.

Euronews-Korrespondent Stamatis Giannisis in Athen: “Es ist eine Tradition geworden, die Erinnerung an den Studentenaufstand von 1973 zu einem Protest gegen die aktuelle Politik zu nutzen. Und es ist offensichtlich, dass die Demonstranten keine Ausnahme für die radikale Linkspartei Syriza machen, die in Griechenland jetzt seit gut zwei Jahren an der Regierung ist.”

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