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Massenproteste für und gegen Südkoreas Präsidentin Park


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Massenproteste für und gegen Südkoreas Präsidentin Park

In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul ist es zu Massenprotesten von Gegnern und Unterstützern von Präsidentin Park Geun Hye gekommen. Am vierten Wochenende in Folge bildete sich im Zentrum von Seoul ein Protestzug von Park-Gegnern. Laut lokalen Medienberichten forderten rund 150.000 Demonstranten den Rücktritt der Präsidentin. Park ist in einen Korruptionsskandal um eine langjährige Vertraute verwickelt. Demonstrationen mit geringeren Teilnehmerzahlen fanden auch in anderen Städten des Landes statt.

Andere Quellen berichteten von bis zu einer halben Million Demonstranten

Zuvor hatten konservative Bürgergruppen eine Gegendemonstration am Hauptbahnhof von Seoul organisiert, an der sich mehrere tausend Befürworter von Park beteiligten. Beide Großveranstaltungen verliefen nach Polizeiangaben ohne größere Zwischenfälle.

Die Nationalversammlung hatte am Donnerstag ein von allen Parteien unterstütztes Gesetz verabschiedet, das unabhängige Ermittlungen in der Affäre vorsieht. Die Präsidentin will sich den Fragen eines Sonderstaasanwalts stellen.

Ihre ehemalige Beraterin Choi Soon Sil soll unter anderem Einfluss auf die Regierungsarbeit genommen und sich Zugang zu vertraulichen Dokumenten verschafft haben. Die 60-Jährige, deren Vater ein Sektengründer ist und als Mentor von Park gilt, sitzt wegen des Verdachts auf Betrug und Machtmissbrauch in Haft. Ihr wird auch vorgeworfen, sich an Spenden von Konzernen wie Samsung bereichert zu haben.

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