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UN-Klimakonferenz mit Proklamation von Marrakesch beendet


Marokko

UN-Klimakonferenz mit Proklamation von Marrakesch beendet

Nach der UN-Klimakonferenz COP22 in Marrakesch sehen viele Umweltschutzorganisationen und Politiker den Kampf gegen die Erderwärmung auf einem guten Weg. Die Unterhändler aus fast 200 Ländern einigten sich am frühen Samstagmorgen auf eine Proklamation von Marrakesch, die im Kern einen Fahrplan zur Umsetzung des historischen Pariser Klimaabkommens von vor einem Jahr beinhaltet. In den Verhandlungen ging es vor allem um die Struktur der anstehenden Gespräche und weitere technische Fragen.

In Paris hatte sich die Weltgemeinschaft auf das Ziel verständigt, die Erderwärmung durch den Treibhauseffekt auf deutlich unter zwei Grad, idealerweise sogar auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Konkret erklärten in Marrakesch fast 50 Staaten, dass sie schnellstmöglich, spätestens aber bis bis zum Jahr 2050, komplett auf erneuerbare Energien umstellen wollen. Die meisten Unterzeichnerstaaten sind besonderst stark vom Klimawandel betroffene Entwicklungs- oder Schwellenländer, darunter Gastgeber Marokko.

Lutz Weischer vom Netzwerk Germanwatch: “Ich bin etwas besorgt über fehlende finanzielle Unterstützung für Entwicklungsländer. Dieser Gipfel fand in Afrika statt und es gab eine grundsätzliche Einigung über zusätzliche Gelder. Unglücklicherweise kam eine konkrete Umsetzung nicht zustande.”

Die UN-Klimakonferenz im kommenden Jahr wird in Bonn stattfinden, der Gipfel 2018 in Polen. euronews-Korrespondent Grégoiry Lory kommentierte iun Marrakesch: “Alle Teilnehmer des COP 22 bewerten die Proklamation von Marrakesch als starkes positives Signal. Der Gipfel hat auch gezeigt, dass die Wahl von Donald Trump den Ehrgeiz der internationalen Gemeinschaft nicht gedämpft hat. Obwohl die Abschlusserklärung nur Zusicherungen und Ankündigungen enthält, die von den Teilnehmern bereits zuvor gemacht wurden.”

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