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Damaskus lehnt UN-Vorschlag zu Selbstverwaltung Ost-Aleppos ab


Syrien

Damaskus lehnt UN-Vorschlag zu Selbstverwaltung Ost-Aleppos ab

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Die syrische Regierung hat einen Lösungsvorschlag des UN-Vermittlers Staffan de Mistura abgelehnt, wonach die Rebellen aus dem Osten Aleppos zu einem Abzug bewegt und die Gebiete übergangsweise unter Selbstverwaltung belassen werden könnten.

Dieser Vorschlag laufe auf eine Verletzung der Souveränität des Staates hinaus und sei komplett zurückgewiesen worden, sagte Außenminister Walid Al-Muallem am Sonntag in Damaskus.

Man stimme jedoch darin überein, dass bewaffnete Rebellen den Ostteil verlassen müssten, so Al-Muallem: “Es ist nicht akzeptabel, 275.000 unserer Bürger sechs oder siebentausend Bewaffneten als Geiseln zu überlassen. Keine Regierung der Welt würde das akzeptieren.”

Seit Ende Oktober gehen die Rebellen im Osten gegen die Belagerung in die Offensive, und nehmen zivile Opfer im bisher ruhigeren Westteil mindestens in Kauf. Beim Einschlag mehrerer Granaten der Rebellen in einer Schule in West-Aleppo starben am Sonntag nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens acht und nach Regierungsangaben elf Kinder. Auch ein Lehrer soll ums Leben gekommen sein.

Im Osten starben am Sonntag sechs Mitglieder einer Familie bei einem Fassbombenangriff. Die Gesundheitsversorgung ist dort inzwischen weitgehend zusammengebrochen. Laut einer syrischen Dachorganisation des Gesundheitswesens (UOSSM) seien inzwischen alle größeren Krankenhäuser außer Betrieb, darunter die letzte verbleibende Kinderklinik der östlichen Gebiete, die in den vergangenen Tagen mehrfach bombardiert worden war.

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