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Britisches Defizit wächst im Oktober langsamer als erwartet


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Britisches Defizit wächst im Oktober langsamer als erwartet

Einen Tag vor der ersten Haushaltsdebatte im britischen Parlament seit dem Brexit-Referendum im Juni hat das nationale Statistikamt ermutigende Zahlen veröffentlicht.
Die Neuverschuldung war im vergangenen Monat deutlich geringer als erwartet. Mit 4,8 Milliarden Pfund war sie 25 Prozent niedriger als im Oktober 2015.

Auf Jahressicht ergibt sich jedoch ein weit negativeres Bild. Von der angestrebten Verringerung des Haushaltsdefizits kann keine Rede mehr sein. In den ersten sieben Monaten dieses Finanzjahres betrug die Schuldenaufnahme bereits mehr als 48 Milliarden Pfund und es ist kaum zu erwarten, dass die britische Regierung die für das Gesamtjahr 2016/17 angestrebte Neuverschuldung von lediglich 55 Milliarden Pfund erreichen kann.

Die Nettoverschuldung bis Ende Oktober 2016 ist damit auf fast 84 Prozent des britischen Bruttoinlandprodukts gestiegen. Im vergangenen Finanzjahr entsprach das britische Haushaltsdefizit vier Prozent des Bruttoinlandprodukts und war damit größer als in fast allen anderen großen Industrienationen.

Der britische Schatzkanzler Philip Hammond wird am Mittwoch im Unterhaus seinen ersten Haushaltsentwurf vorstellen.

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