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Knallhart, aber auch verletzlich: Jessica Chastain ist "Miss Sloane"


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Knallhart, aber auch verletzlich: Jessica Chastain ist "Miss Sloane"

Hochaktuell ist der neue Politthriller Miss Sloane mit Jessica Chastain (“Zero Dark Thirty”). Sie schlüpft in die Rolle einer knallharten und erfolgreichen Politstrategin in Washington, die beschließt, der Waffenlobby den Krieg zu erklären und für ein strengeres Waffengesetz zu kämpfen.

Doch schon bald wird deutlich, dass sie damit nicht nur ihre Karriere aufs Spiel setzt.

Jessica Chastain: “Was mich am meisten interessiert ist, eine Diskussion anzustoßen. Mit Fragen wie: Wissen Sie, wie die Einflussnahme in Washington DC funktioniert? Wissen Sie, um wie viel Geld es geht? Wissen Sie, dass unsere Kongressleute und Senatoren, denen, die für ihre Wiederwahl zahlen, verpflichtet sind? Sprechen wir darüber! Das interessiert mich mehr, als zu sagen: ‘Das ist falsch, das müssen wir verändern, sehen wir morgen weiter.’ Wir sind als Schauspieler fürs Entertainment zuständig. Ich würde mir nicht erlauben, Leuten vorzuschreiben, wie sie zu leben haben.”

Noch mehr als der haarsträubende Politdschungel in Washington interessierte die engagierte Schauspielerin die Frage nach der Gleichstellung von Frau und Mann, auch mit Blick auf die gescheiterte demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton.

Jessica Chastain: “Das Thema halte ich für besonders dringend. Hillary Clinton wurde bei der ersten Debatte als überqualifiziert bezeichnet. Diese Kritik habe ich noch nie bei einem Mann gehört. Elizabeth Sloane, die ich im Film darstelle, ist ebenfalls überqualifiziert, immer einen Schritt voraus, eine Perfektionistin aber eben auch unvollkommen. Es gut, eine Frauenfigur, wie diese in einem Film zu zeigen.”

“Miss Sloane” gilt bereits als potenzieller Oscar-Kandidat, in die europäischen Kinos kommt der Film Anfang 2017.

Regie führte John Madden (“Best Exotic Marigold Hotel”).

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