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Flucht vor den Befreiern: Iraker verlassen ihre Heimatorte


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Flucht vor den Befreiern: Iraker verlassen ihre Heimatorte

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Irakische Truppen und Milizen rücken auf die vom IS gehaltene Stadt Mossul vor, und in jedem Gebiet, das sie versuchen zu erobern, fliehen die Menschen vor den Kämpfen.

Es ist ein schmutziger Krieg, die Kämpfer des IS verstecken sich unter Zivilisten und verüben weiterhin Selbstmordattentate. Doch die Menschen fliehen auch vor ihren Befreiern: Auf Tal Afar im Westen Mossuls rücken vom Iran trainierte schiitische Truppen vor. Die, die aus der Stadt fliehen, sind aber Sunniten. Sie fürchten sich vor Racheaktionen der Eroberer. Das Dilemma: Die Menschen fliehen tiefer in von Aufständischen und dem IS gehaltenes Territorium, dort sind sie nur schwer für Hilfe von außen zu erreichen.

Etwa 3.000 Familien hätten die Stadt verlassen, berichtet Nuraldin Qablan, Vertreter Tal Afars bei der Provinzregierung. Der sogenannte Islamische Staat habe einige Menschen gehen lassen. Die Hälfte ziehe nach Norden in von Kurden gehaltene Gebiete, die andere Hälfte Richtung Syrien. Man habe die Kurden gebeten, den Flüchtlingen einen sicheren Weg zu ermöglichen.

Schiitische Milizen haben nach eigenen Angaben die letzte Versorgungsroute des IS nach Mossul unterbrochen. Über sie kamen Kämpfer und Waffen aus Syrien in die Stadt. Die irakische Armee vermeldet Erfolge in den östlichen Außenbezirken von Mossul. Von Osten in die Stadt eingedrungen sind bisher allerdings nur irakische Spezialkräfte, die von den USA ausgebildet wurden. Die USA unterstützen den Vorstoß derweil weiter aus der Luft: Ein offizieller Vertreter der USA sagte, man habe eine Brücke über den Tigris bombardiert. Damit solle die Bewegungsfreiheit der IS-Kämpfer eingeschränkt werden.

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