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Black Weekend: (vermeintliche) Schnäppchenjagd auch in Europa


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Black Weekend: (vermeintliche) Schnäppchenjagd auch in Europa

Der “Black Friday” ist auch in Europa angekommen. Auch dort locken locken die Einzelhändler an diesem Tag mit Rabatten oder zumindest vermeintlichen Sonderangeboten. Manch ein Händler sperrte seinen Laden extra früher auf, um es den Schnäppchenjägern so einfach wie möglich zu machen. Das scheint auch nötig, denn vom Black Friday profitiert vor allem der Online-Handel.

“Das Wachstum des Onlinegeschäfts macht dieses Jahr den Unterschied”, so Ben Perkins von der Unternehmensberatung Deloitte. “Die meisten Ökonomen sagen voraus, dass mindestens die Hälfte aller Verkäufe heute über das Internet passiert. Die Verbraucher wählen immer mehr den Weg, direkt von zuhause zu bestellen und die Händler machen es ihnen noch einfacher, weil die Angebote jetzt noch länger gelten.” Vorteil des Online-Booms: Es kommt kaum zu tumultartigen Szenen in den Geschäften, wie das in den USA immer wieder der Fall war.

Dennoch wird auch offline, also im Einzelhandel, offenbar mehr umgesetzt. “Ich kenne keine genauen Zahlen, aber auf jeden Fall steigen die Umsätze an diesen drei Tagen”, so Angelo Barberio vom Handelsunternehmen Auchan in Frankreich.

Drei Tage, der Black Friday ist schon längst zu einem “Black Weekend” geworden, um den Kunden bis zum Sonntag noch mehr Möglichkeiten zum Einkauf einzuräumen. Beendet wird die Aktion durch den Cyber Monday, bei dem es hauptsächlich ums Onlineshopping geht. Nachteile durch den Black Friday könnte ausgerechnet der Onlinehändler Amazon in Deutschland haben: Dessen Mitarbeiter haben heute mehrere Standorte bestreikt. Sie fordern Verhandlungen über einen Tarifvertag.

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