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Corona-Bier-Boss (98†) hat Dorfbewohnern doch keine Millionen vermacht


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Corona-Bier-Boss (98†) hat Dorfbewohnern doch keine Millionen vermacht

Antonio Fernández, der Boss der Biermarke Corona, hat die Bewohner seines Heimatorts in der Region Castile-Leon in Spanien doch nicht zu Millionären gemacht.

Zu schön, um wahr zu sein?

Mehrere britische Medien und einige deutschsprachige hatten das zuvor gemeldet.
Fernández, der im August im Alter von 98 Jahren verstorbene ist, hätte die 80 Bewohner des Ortes Cerezales del Condado zu Millionären gemacht.

Doch wie Local Spain, berichtete stellteLucia Alaejos von der Stiftung mit dem Namen Fundación Cerezales Antonino y Cinia klar, dass kein Dorfbewohner zum Millionär wurde: “Das ist ganz einfach nicht wahr, die Geschichte wurde übertrieben und immer weiter aufgebläht.”

Fernández war eines von 13 Kindern einer Familie aus dem spanischen Ort. 1949 wanderte er nach Mexiko aus und begann, für Grupo Modelo zu arbeiten, zur der die Bierbrauerei Corona gehört. 1971 wurde Fernández der Corona-CEO – und war bis 2005 einer der Bosse des Unternehmens.

Geld für die Familie

Als er im August 2016 starb, vermachte Fernández mehr als 50 Familienmitgliedern seiner 12 Geschwister sein Vermögen. Einige der Neffen und Nichten kehren schon ab und zu nach.Cerezales del Condado zurück. Und der Biermagnat hatte in der Vergangenheit seinen Heimatort mit einer Stiftung unterstützt sowie geholfen, die Kirche und einen Platz zu renovieren.

Wie kam es zu der Falschmeldung?

Wie die Geschichte aufkam, dass alle im Dorf zu Millionären gemacht wurden, ist nicht ganz klar. Die Regionalzeitung Diario de Leon hatte berichtet, dass die Familie von Fernández Millionen erbe.

El País hatte einen Titel vom Millionen-Geldregen des Corona-Tycoon in León.

Doch beide Zeitungen stellten korrekt dar, dass das Erbe für Familienmitglieder bestimmt war.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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