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Lesbos: Krawall nach Unfall in Flüchtlingslager

In einem überfüllten Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos ist es nach einem Unfall mit zwei Toten zu schweren Ausschreitungen gekommen.

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Lesbos: Krawall nach Unfall in Flüchtlingslager

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In einem überfüllten Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos ist es nach einem Unfall mit zwei Toten zu schweren Ausschreitungen gekommen. Bei der Explosion einer Gasflasche waren am Donnerstagabend eine 60-jährige Frau und ihr Enkelkind getötet worden. Die Todesopfer waren aus dem Irak stammende Kurden. Daraufhin randalierten aufgebrachte Migranten, die vornehmlich aus Nordafrika stammen.

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"Sie halten uns nicht für Menschen sondern für Tiere"

Migrant auf Lesbos

“Sie kümmern sich nie um die Flüchtlinge. Sie halten uns nicht für Menschen sondern für Tiere. Aber wir sind keine Tiere, wir sind Menschen”, klagt ein Migrant.





Sieben Zelte brannten nieder, mehrere andere wurden beschädigt. Mehrere Bewohner verließen das Lager und verbrachten die Nacht unter Bäumen. Auf Lesbos harren zurzeit knapp 6400 Migranten aus. Es gibt aber nur Unterbringungsmöglichkeiten für 3500 Personen.