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Fillon oder Juppé? Frankreichs Konservative wählen ihren Präsidentschaftskandidaten


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Fillon oder Juppé? Frankreichs Konservative wählen ihren Präsidentschaftskandidaten

In Frankreich lassen die konservativen Republikaner heute über ihren Spitzenkandidaten für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr abstimmen. Zur Stichwahl sind die beiden früheren Premierminister Alain Juppé und François Fillon angetreten. Ex-Präsident Nicolas Sarkozy und war nach der ersten Runde der Republikaner-Vorwahl ausgeschieden,

Mit ersten Ergebnissen und Hochrechnungen wird am Abend gerechnet. Die Wahlbeteiligung liegt vorläufigen Zahlen zufolge wohl 10 bis 15 Prozent höher als in der ersten Runde. Wählen dürfen erstmals alle wahlberechtigten Franzosen die sich per Unterschrift konservativen Werten verbunden erklären, an einem der gut 10.000 Wahlorte und gegen einen Kostenbeitrag von zwei Euro.

Als klarer Favorit gilt der 62-jährige Fillon, mit dem noch vor Wochen kaum jemand gerechnet hatte. In der ersten Runde kam er auf satte 44 Prozent der Stimmen, heute werden ihm bis zu 65 Prozent zugetraut. Fillon will tiefgreifende Reformen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik durchführen und das Verhältnis zu Russland verbessern.

Der 71-jährige Alain Juppé kam in der ersten Runde auf 28,6 Prozent. Er steht etwas weiter links als Fillon, aber auch er will das Renteneintrittsalter anheben und die Wochenarbeitszeit über 35 Stunden erhöhen.

“Der Kandidat, der heute gewählt wird, muss so viele Stimmen wie möglich bringen, damit die extreme Rechte vermieden werden kann”, so ein Wähler in Paris. Eine Wählerin sagte: “Ich denke für internationale Themen wie Syrien oder Russland brauchen wir jemand soliden, jemanden von Statur, jemanden der kompetent ist und Erfahrung hat.”

Die Präsidentschaftswahl ist im April und Mai kommenden Jahres geplant. Der Kandidat der Republikaner wird wohl auch gegen Marine Le Pen vom Front National antreten. Bei den Sozialisten will Amtsinhaber François Hollande Beobachtern zufolge möglicherweise wieder antreten. Auch Premier Manuel Valls gilt als interessiert an der Präsidentschaftskandidatur.

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