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OPEC: Wer dreht den Ölhahn zu?


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OPEC: Wer dreht den Ölhahn zu?

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Der Produzentenverband Opec hat sich vorsichtig optimistisch gezeigt, vor einem Treffen der Fachminister an diesem Mittwoch eine Einigung über eine Förderkürzung für höhere Ölpreise zu erzielen – trotz interner Differenzen.

“Wir sind noch hoffnungsvoll”, sagte ein Vertreter Libyens (laut “dpa”) vor Beginn einer Sitzung auf Beamtenebene in Wien. «Solange wir uns unterhalten, sollten wir optimistisch sein», hieß es aus der Delegation Kuwaits.

Ursprünglich waren Gespräche auch mit wichtigen Nicht-Opec-Staaten wie Russland geplant. Auf Wunsch des
einflussreichen Opec-Mitglieds Saudi-Arabien wurden diese aber abgesagt. Ohne interne Einigung seien Verhandlungen mit anderen Förderländern nicht sinnvoll, so die Begründung. Besonders der Iran soll sich nach dem Ende von Wirtschaftssanktionen gegen eine Förderbegrenzung stellen und sogar mehr Ölexporte anstreben. Opec-Delegierte aus Algerien und Venezuela wollen nun nach Moskau reisen, um mit dem Förderriesen Russland zu sprechen.

Im September hatte die Opec grundsätzlich eine Beschränkung des täglichen Produktionsvolumens auf 32,5 bis 33 Millionen Barrel beschlossen. Zuletzt förderte das Kartell im Oktober eine Rekordmenge von geschätzt 33,6 Millionen Barrel pro Tag. Die bisherige «Ölschwemme» diente der Regierung in Saudi-Arabien auch als Mittel, sich gegen die aufstrebende Konkurrenz aus den USA zu stemmen.

Die Ölpreise fielen leicht. So kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 47,11 US-Dollar – 13 Cent weniger als am Freitag. Der Ölpreis war wegen eines hohen Angebots auf dem Weltmarkt zeitweise bis unter 30 Dollar pro Barrel gefallen. Ohne Einigung auf eine geringere Fördermenge rechnen Commerzbank-Analysten mit einem Rückgang der Ölpreise in Richtung 40 Dollar je Barrel.

su mit dpa

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