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Tunesien will "eine echte Adresse für Investitionen und Exporte" werden

Das Wirtschaftswachstum Tunesiens betrug laut Weltbank im vergangenen Jahr nur 0,8 Prozent.

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Tunesien will "eine echte Adresse für Investitionen und Exporte" werden

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Das Wirtschaftswachstum Tunesiens betrug laut Weltbank im vergangenen Jahr nur 0,8 Prozent. Die Rating-Agentur Moody’s beschied dem Ursprungsland des Arabischen Frühlings erst vor wenigen Tagen einen negativen Ausblick.

Trotzdem – oder deswegen – will das Land Investoren von Vorhaben für rund 27,5 Milliarden Euro überzeugen. Tunesiens Präsident lud zur Investorenkonferenz (Tunisia 2020, 29/30.11.2016, 2.000 Teilnehmer aus 70 Ländern ).

Beji Caid Essebsi, tunesischer Präsident:

“Tunesien hat eine fortschrittliche Infrastruktur und eine kompetente und offene Volkswirtschaft, die in den Weltmarkt integriert ist und sich zu einer echten Adresse für Investitionen und Exporte in die europäischen, arabischen und afrikanischen Märkte entwickelt.”

Fast sechs Jahre nach Beginn der Umbrüche habe Tunesien den wirtschaftlichen Wandel noch nicht erfolgreich vollziehen können.

Arbeitsunruhen und militante Angriffe haben Investitionen und Tourismus abgeschreckt. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, vor allem bei jungen Menschen. Korruption und Vetternwirtschaft sind weitverbreitet und Teile des Landesinnerens chronisch marginalisiert.

Ein Investitionsgesetz soll laut Ministerpräsident Youssef Chahed helfen, den Zufluss von ausländischem Kapital zu beleben. Das Gesetz reduziert Bürokratie, begrenzt Steuern auf Gewinne und verringert Einschränkungen beim Übertragen von Geldern aus dem Land. Unter dem Druck internationaler Kreditgeber schreibt die Regierung ein defizitsenkendes Maßnahmenpaket in den Haushaltsentwurf 2017, um öffentliche Ausgaben zu reduzieren und neue Einnahmen zu erzielen.

Geldwerte Unterstützung versprachen die EU (300
Millionen Euro), das Wüstenemirat Katar (1,18 Milliarden Euro), Κuwait (472 Millionen Euro), die Europäische Investionsbank und Frankreich.

su mit Reuters