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Hinweise auf Elektronik-Probleme beim Absturz in Kolumbien verdichten sich


Kolumbien

Hinweise auf Elektronik-Probleme beim Absturz in Kolumbien verdichten sich

Einen Tag nach dem Flugzeugabsturz mit 71 Toten sind brasilianische Luftfahrtexperten in der kolumbianischen Stadt Rio Negro eingetroffen, um ihre Kollegen bei der Aufklärung der Absturzursache zu unterstützen.

Die Maschine vom Typ Avro RJ85 war rund 40 Kilometer entfernt von der Großstadt Medellín an einem Berg in rund 3000 Metern Höhe abgestürzt. Weil das Flugzeug nicht explodierte, wird Treibstoffmangel als Absturzursache vermutet. Genauen Aufschluss sollen die beiden gefundenden Flugschreiber liefern.

Der brasilianische Botschafter in Kolumbien, Julio Glinternick Bitelli, sagte:“Die Familien der Opfer sind in einer extrem angespannten Situation, wie Sie sich vorstellen können. Wir haben versucht, sie von der Reise nach Kolumbien abzuhalten, um sie keinen zusätzlichen Belastungen auszusetzen.”

Die Hinweise, dass Treibstoffmangel die Ursache für den Absturz war, verdichten sich. Das geht aus einer zwölfminütigen Tonaufnahme hervor, die den Funkverkehr zwischen mehreren Piloten und dem Tower des Flughafens bei Medellín wiedergibt.

Ein Pilot des abgestürzten Flugzeugs spricht darin von einem Treibstoff-Notfall und verlangt Priorität bei der Landung. Nach einem Elektronik-Ausfall habe der Pilot noch eine Navigation in Richtung der Landepiste gefordert, bevor der Kontakt abgebrochen sei.

Eine überlebende Stewardess berichtete, dass die Lichter an Bord 40 oder 50 Sekunden vor dem Absturz zu flackern begannen und ausgingen.

Bei den sechs überlebenden Insassen handelt es sich um drei Fußballprofis, einen Journalisten aus Brasilien sowie um die Stewardess und einen Piloten aus Bolivien. Alle sechs sind in kritischem Zustand und werden in kolumbianischen Kliniken behandelt. 67 Leichen sind bislang an der Absturzstelle geborgen worden.

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