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Moskau: Bolschoi-Theater zeigt Brittens "Billy Budd"


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Moskau: Bolschoi-Theater zeigt Brittens "Billy Budd"

Das Bolschoi-Theater in Moskau zeigt Benjamin Brittens Oper “Billy Budd” – ein intensives psychologisches Drama um den jungen Matrosen Billy Budd, der Opfer einer Intrige wird und seinen Widersacher im Affekt erschlägt.

David Alden führte bei der Co-Produktion mit der Deutschen Oper Berlin und der English National Opera die Bühnenregie: “Man könnte sagen, dass ein pessimistisches, dunkles Menschenbild gezeigt wird, aber es gibt so viel Leidenschaft, Liebe und schöne, anrührende Musik in dieser Oper. Die Musik ist es, Brittens Musik, die diese ziemlich tragische und dunkle Geschichte in etwas Frohes verwandelt.”

Die musikalische Leitung hat William Lacey. Es ist nicht das erste Mal, dass der Engländer am Bolschoi dirigiert. 2015 war er musikalischer Leiter bei Mozarts “Die Hochzeit des Figaro”. “Ich denke, dass dem Bolschoi-Orchester die Musik teilweise vertraut vorkommt”, so Lacey, “denn die russische Musik hat Britten stark beeinflusst. Er wurde von Schostakowitsch und Prokofjew inspiriert, also gibt es einige Gemeinsamkeiten.”

Auch für den Bariton Juri Samoilow ist es nicht die erste Britten-Oper. In “Albert Herring” sang er den Metzgerburschen Sid. Die Rolle des Billy Budd verlangt dem Ukrainer körperlich einiges ab: “Ich musste im ersten Akt einige Stunts ausführen, das hab ich zum ersten Mal gemacht. Assistenten helfen mir dabei, mich auf die Schultern der anderen zu stellen, sie heben mich in die Luft.”

Die Premiere von “Billy Budd” im Royal Opera House in London 1951 wurde von Benjamin Britten selbst dirigiert. Es gab stehende Ovationen.

Am 1. Dezember hat “Billy Budd” im Bolschoi-Theater Premiere. Weitere Aufführungen gibt es im Februar und März. Die Deutsche Oper Berlin zeigt das Stück im Mai.

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