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HyQ, der vierbeinige Rettungsroboter


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HyQ, der vierbeinige Rettungsroboter

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Während sich Italien von der jüngsten Erdbebenserie erholt, arbeiten Forscher am Italienischen Institut für Technologie an einer neuen Robotergeneration, die Rettungskräfte künftig unterstützen soll. Der vierbeinige Helfer heißt HyQ, die Abkürzung steht für “Hydraulic Quadruped”. Seine Mission: maximale Mobilität im Katastrophengebiet. Er kann klettern, Treppen steigen, vorwärts und rückwärts laufen. Und er bleibt, was auch kommt, immer aufrecht.

Claudio Semini, Project Manager: “Wir hoffen, dass die künftige Version dieses Roboters in fünf Jahren an der Seite von Rettungshelfern zum Einsatz kommt. Er kann mit unterschiedlichen Sonden, Lasersonden, Kameras, Verseuchungs- und Gasmessgeräten ausgestattet werden. Die Messdaten werden an die Helfer geschickt, damit sie ihren Einsatz besser organisieren können.”

Der Roboter kann auch in extrem gefährlichen Situationen Menschenleben retten, wenn Opfer verschüttet oder nur schwer zugänglich sind. Vorlage für diesen Robotertyp waren tierische Vierbeine, Pferde und Hunde.

Luca Ciarleglio, Disaster Manager, Zivilschutz Florenz: “Er ist äußerst vielseitig, beispielsweise im Fall eines eingestürzten Gebäudes. Er arbeitet mit vier Stützpunkten, ist also sehr stabil und dazu in der Lage, sich fortzubewegen. Das ist extrem wichtig, ebenso die Autonomie, wenn er zum Einsatz kommen soll.”

Fürs erste steckt der vierbeinige Helfer noch in der Testphase. HyQ ist nicht der einzige vierbeinige Rettungsroboter in der Entwicklung. Auch in den USA und in Japan arbeiten werden ähnliche Projekte getestet oder sind bereits im Einsatz.

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