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New York: MoMA ehrt Almodóvar


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New York: MoMA ehrt Almodóvar

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Große Ehre für Pedro Almodóvar in New York: das Museum of Modern Art (MoMA) widmet dem spanischen Kultregisseur eine Retrospektive. Gezeigt werden 20 Filme des Oscarpreisträgers , darunter auch sein jüngstes Werk “Julieta”.

Rajendra Roy, Kurator: “Pedro ist ein Künstler, der schon seit vielen Jahren furchtlos Grenzen überschreitet. Der subversive sexuelle Charakter vieler seiner Figuren, der starke Fokus auf Frauengeschichten, das sind Dinge, die uns heute im Kino selbstverständlich erscheinen. Aber als er anfing, Filme zu machen, war es unerhört, diese Dinge ins Rampenlicht zu stellen. Es ist an der Zeit, das zu würdigen.”

Für Almodóvar schließt sich mit der Einladung nach New York ein Kreis. “Das MoMA lud mich 1984 zum ersten Mal ein, um meinen Film ‘Womit hab’ ich das verdient?’ im Rahmen eines Festivals zu zeigen. Das war quasi meine Geburtsstunde vor US-Publikum. Es ist sehr bewegend für mich, mehr als 30 Jahre später an denselben Ort mit einem neuen Film zurückzukehren.”

“Julieta” erzählt über 30 Jahre hinweg vom langsamen Zusammenbruch einer Frau, die durch ihr eigenes Schweigen zu Fall gebracht wird. Dargestellt wird sie von den Schauspielerinnen, Adriana Ugarte und Emma Suárez. Der Film, der in diesem Jahr in Cannes Premiere feierte, basiert lose auf drei Kurzgeschichten der kanadischen Schriftstellerin Alice Munro.

Wie es ist, mit Pedro Almodovar zu drehen, weiß dessen langjährige Darstellerin und Muse Rossy de Palma: “Wissen Sie, auf Englisch heißt es ‘to play’, auf Französisch ‘jouer. Und auf Spanisch ‘actuar’. Das Gute an Pedro ist, dass wir tatsächlich spielen, mit ihm zu arbeiten, macht großen Spaß. Ich begebe mich vollkommen in seine Hände.”

“Julieta” ist mit drei Nominierungen um den Europäischen Filmpreis im Rennen. Der Film ist außerdem Spaniens Bewerber um den Auslands-Oscar. Den gewann Almodóvar bereits für seinen Film “Alles über meine Mutter” 2000. Für “Sprich mit ihr” erhielt er den Oscar 2003 in der Kategorie Bestes Original-Drehbuch.

Die MoMA-Retrospektive geht bis zum 17. Dezember.

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