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Österreich: Emotionale Fernsehdebatte - Hofer und Van der Bellen streiten um Lügen


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Österreich: Emotionale Fernsehdebatte - Hofer und Van der Bellen streiten um Lügen

Drei Tage vor der wiederholten Stichwahl für das Bundespräsidentenamt in Österreich haben sich die beiden Anwärter ein letztes und emotionales Fernsehduell geliefert. Beide Kandidaten bezichtigten sich gegenseitig mehrfach der Lüge.

Fast ein Jahr nach Beginn des Wahlkampfs liegen der rechtspopulistische FPÖ-Kandidat Norbert Hofer und der ehemalige Grünen-Chef Alexander van der Bellen in Umfragen derzeit Kopf an Kopf.

Der 72-jährige Van der Bellen warf der Türkei Menschenrechsverletzungen vor, sprach sich aber dagegen aus, die Kontakte abzubrechen. Der 45-jährige Hofer forderte erneut ein Ende der EU-Sanktionen gegen Russland.

Auch das Verhältnis zu den USA war Thema: “Ich geh davon aus, dass die USA sich positiv weiterentwickeln werden”, sagte Hofer, “es gibt jetzt einen Präsidenten, der Trump heißt. Es wird einen weiteren Präsidenten, eine Präsidentin geben – das nächste Mal. Wir werden über Jahrzehnte hinweg gute Beziehungen haben. Und mein Gott, mein Großvater war Amerikaner, ich habe eine gewisse Bindung zu den USA.”

Van der Bellen erklärte: “Ich habe den Wahlkampf von Donald Trump kritisiert, da haben Sie vollkommen Recht. Im Zweifel aber sollten wir Europäer in so einer Situation zusammenrücken – in der EU zusammenrücken und unsere Interessen definieren und selbstbewusst vertreten.”

Der Termin am kommenden Sonntag ist bereits der dritte Anlauf zur Wahl des österreichischen Bundespräsidenten. Die erste Stichwahl im Mai wurde wegen organisatorischer Unzulänglichkeiten in einigen Wahllokalen für ungültig erklärt. Der ursprünglich angesetzte neue Termin Anfang Oktober wurde wegen Problemen mit den Briefwahlumschlägen um einen weiteren Monat verschoben.

Auf Twitter werden Kommentare abgegeben zum TV-Duell.

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