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UN-Konferenz: Umstieg auf Elektroauto und Elektrozug


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UN-Konferenz: Umstieg auf Elektroauto und Elektrozug

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Der Verkehr ist einer der größten Luftverschmutzer, er verursacht jährlich fast ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen. Wie lassen sich die Leute überzeugen, aufs Fahrrad, Elektroauto oder Bahn und Bus umzusteigen? Das war Thema bei einer Konferenz über nachhaltige Verkehrssysteme Ende November in der turkmenischen Hauptstadt Aschgabat.

Um Klimaschutz, Volksgesundheit und die Senkung der Verkehrsunfälle weltweit ging es bei der Konferenz unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen. Vertreter von Regierungen, internationalen Organisationen und Verkehrsbetrieben nahmen teil. Der Appel von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon bei der Eröffnung: “Wir sind hier für die Menschen – unsere Kinder und Enkel eingeschlossen. Wir müssen einen nachhaltigen Verkehr erreichen, wenn unsere Vision einer sichereren und gesünderen Welt für alle Wirklichkeit werden soll.”



Steueranreize und “Komfortzonen” für umweltfreundliche Transportmittel


Der Verkehr sei jährlich für fast ein Viertel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich, warnt die UNO. Elektrofahrzeuge werden als eine Lösungsmöglichkeit angesehen.



Norwegen ist dabei ein Vorreiter, es hat die höchste Prokopf-Quote an Elektroautobesitzern. Anreize, ob steuerlich oder in Sachen Komfort, sollen die Leute zum Umstieg bewegen. Der norwegische Botschafter John Mikal Kvistad erläutert: “Wenn Sie in Oslo ein Elektroauto kaufen, können Sie auf Sonderzonen auf den Seitenstreifen fahren, Sie müssen also nicht irgendwo in der Schlange stehen. Die Steuern für Elektroautos sind extrem niedrig. Es ist wirtschaftlich sehr schlau, sich eines anzuschaffen.”



1,3 Millionen Menschen sterben laut UNO jährlich bei Verkehrsunfällen, fünfzig Millionen werden verletzt. Die Organisation drängt auf den Ausbau sicherer öffentlicher Transportnetze für mehr Verkehrssicherheit – und für mehr Klimaschutz. Elektrozüge gelten dabei als besonders umweltfreundlich.


Wer bezahlt den Ausbau der Infrastruktur?


Bei der Konferenz ging es vor allem um den umwelt- und zukunftsfreundlichen Ausbau der Verkehrssysteme in den Entwicklungsländern. Diesen kommen laut UNO nur vierzig Prozent der heutigen Investition zugute – dabei sei ihr Bedarf doch am größten. Vize-Generalsekretär Wu Hongbo: “Die Entwicklungsländer müssten drei Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes jährlich in ihre Infrastruktur stecken. Aber die öffentliche Finanzierung – sowohl durch inländisches als auch durch ausländisches Kapital – reicht nicht aus. Wir müssen also auch den privaten Sektor mobilisieren.”



Weltweit sind für den Ausbau nachhaltiger Verkehrssysteme laut UN-Schätzung Investitionen von bis zu zwei Billionen US-Dollar jährlich nötig. Auf der anderen Seite stehen Einsparungen beim Treibstoff, bei Betriebskosten, im Gesundheitswesen – und beim Treibhausgasausstoß.

_Unterstützt von http://globaltransportconference.gov.tm/ _

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