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Usbekistan wählt neuen Präsidenten

Machtwechsel in der autoritär regierten Ex-Sowjetrepublik Usbekistan, doch Experten erwarten keinen Kurswechsel.

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Usbekistan wählt neuen Präsidenten

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Machtwechsel in der autoritär regierten Ex-Sowjetrepublik Usbekistan, doch Experten erwarten keinen Kurswechsel.

Drei Monate nach dem Tod des autoritären Herrschers Islam Karimow hat Usbekistan einen neuen Präsidenten gewählt. Es gab vier Kandidaten, doch Übergangspräsident Schawkat Mirsijojew galt als klarer Favorit.

Der Kandidat der liberaldemokratischen Partei erschien zur Stimmabgabe in der Hauptstadt Taschkent mit seiner Familie und zeigte sich zuversichtlich.

Mirsijojew kündigte an, dass er die Reformen seines Vorgängers fortsetzen wolle. Beobachter rechnen unter einer neuen Präsidentschaft nicht mit raschen politischen Änderungen.

Eine Frau sagte: “Wir erwarten viele Verbesserungen in unserem Leben, sowie Frieden und Wohlstand im kommenden Jahr.”

Rund 21 Millionen Bürger waren zur Wahl aufgerufen. Die Ergebnisse sollen am Montag bekannt gegeben werden. Ein Passant meinte: “In unserem Leben hat sich sehr viel verbessert und wir wünschen uns, dass es unserem Land weiterhin so gut geht.”

Usbekistan verdient mit dem Export von Baumwolle, Erdgas und Gold viel Geld. Doch bei der Bevölkerung kommt davon fast nichts an. Der verstorbene Präsident und sein Klan schöpften über Jahrzehnte den Reichtum ab.