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Aleppo: Ärztin und Helferin aus Russland getötet


Syrien

Aleppo: Ärztin und Helferin aus Russland getötet

Syrische Regierungstruppen sind in den Rebellengebieten der umkämpften Großstadt Aleppo weiter vorgerückt. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, die Armee und ihre Verbündeten hätten nahe der Zitadelle in Ost-Aleppo ein weiteres Stadtviertel erobert. Demnach kontrolliert die Armee jetzt mehr als zwei Drittel des Gebietes, das vor Beginn der Militäroffensive im vergangenen Monat in den Händen von Milizen der Opposition war.

Bei der Bombardierung eines russischen Feldlazaretts im Westteil Aleppos wurden nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau eine Ärztin und eine Helferin getötet. Ein Ministeriumssprecher erklärte, durch den Artilleriebeschuss seien auch mehrere Syrer verletzt worden. Terroristengruppen seien für die Tat verantwortlich.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow kündigte neue Gespräche über eine Feuerpause in Aleppo für diesen Dienstag oder Mittwoch an:“Auf Vorschlag der USA werden sich jetzt russische und amerikanische Experten in Genf mit dem Problem Ost-Aleppo befassen. Erklärtes Ziel ist der vollständige Rückzug der Rebellen aus dem Ostteil der Stadt. Diesen Plan hatte Russland lange unterstützt.”

Sollte der Rückzug der Rebellen erfolgen, sei ein Waffenstillstand möglich, sagte Lawrow.

Die Stadt Idlib rund 60 Kilometer südwestlich von Aleppo wurde erneut Ziel mehrerer Luftangriffe. Aktivisten warfen der russischen und der syrischen Luftwaffe den Einsatz von Streu- und Fassbomben vor. Neun Menschen seien verletzt worden. Laut der Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden am Sonntag in der Provinz Idlib mindestens 73 Menschen durch Luftangriffe getötet. Bei den meisten Opfern habe es sich um Zivilisten gehandelt. Idlib ist in der Hand mehrerer Rebellengruppen.

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