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Savitskys verborgene Sammlung der Russischen Avantgarde


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Savitskys verborgene Sammlung der Russischen Avantgarde

Eines der herausragendsten Museen in Usbekistan und ganz Zentralasien ist das Nukus-Museum in der gleichnamigen Stadt, oder auch Savitsky-Museum genannt, in der Autonomen Republik Karakalpakistan im Nordwesten des Landes.

Wissenswertes über Usbekistan:

  • ein Land in Zentralasien mit den Nachbarstaaten Kasachstan, Turkmenistan, Kirgisien und Tadschikistan
  • mit einer Bevölkerung von mehr als 30 Millionen Einwohnern wurde die Ex-Sowjetrepublik 1991 unabhängig
  • die Landesfläche beträgt 425.400 Quadratkilometer, davon sind vier Fünftel Ebenen
  • die durchschnittliche Temperatur im Winter beträgt -6 und im Sommer 32 Grad Celsius
  • 80 Prozent der Bevölkerung sind Usbeken, 88 Prozent sind Muslime

Hier findet sich eine der größten und bedeutendsten Gemäldesammlungen der Russischen Avantgarde. Der in Kiew geborene russische Maler und Sammler Igor Savitsky hat in den fünziger und sechziger Jahren Bilder zusammengetragen, die unter den Sowjets verbannt waren und sonst zerstört worden wären.

Der Sammler überzeugte die usbekischen Behörden, ein Museum zu errichten. Ihm lag aber nicht nur die Avantgarde am Herzen, sondern auch die Volkskunst der Gegend, in der er sich niedergelassen hatte. Unter den rund 90.000 Objekten, die das Museum beherbergt, finden sich gut 70.000 Gegenstände der Volkskunst der Karakalpaken, Kunsthandwerk, Schmuck, Textilien, Skulpturen – von archäologischen Funden über Antiquitäten bis zu zeitgenössischen Werken.

Museumssprecherin Erekeeva Miyrigul: “Igor Savitsky rettete nicht nur die Werke usbekischer und russischer Maler, sondern auch die Volkskunst von Karakalpakistan. Er ermutigte die Karakalpaken, ihre Volkskunst zu bewahren.”

Mehr dazu bei der deutschen Botschaft Taschkent

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