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Pharmakonzern Pfizer soll für Wucherpreise büßen


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Pharmakonzern Pfizer soll für Wucherpreise büßen

Wegen der Forderung «überhöhter und ungerechter» Preise für ein Epilepsie-Medikament soll der US-Pharmakonzern Pfizer in Großbritannien 99,7 Millionen Euro Strafe zahlen. Pfizer habe gegen das Wettbewerbsgesetz verstoßen, so die zuständige
Regulierungsbehörde. Demnach wird auch der Vertriebshändler Flynn Pharma mit 6,1 Millionen Euro zur Kasse gebeten. Die Unternehmen wurden aufgefordert, ihre Preise für das Medikament zu senken.

Der Wettbewerbsbehörde zufolge hatte sich das Mittel im
September 2012 quasi über Nacht um bis zu 2.600 Prozent verteuert, nachdem das Medikament “Epanutin”, ein Pfizer-Monopol, als Nachahmer-Präparat (Generikum) unter neuem Namen angeboten worden war. Der Preis für 100-mg-Packungen dieser “Phenytoin-Natrium”-Kapseln stieg im Jahr 2012 von 3,32 Euro auf 79 Euro, vor einem Rückgang auf 63,4 Euro im Mai 2014.

Dadurch hätten sich die Ausgaben der britischen Gesundheitsbehörde NHS für die Kapseln bis 2013 von rund 2,3 auf 57 Millionen Euro erhöht. Der Preis in Großbritannien sei um ein Vielfaches höher gewesen als in anderen europäischen Ländern.

Pfizer wies die Vorwürfe zurück und will Berufung gegen die
Entscheidung einlegen.

su mit dpa

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