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"Die Hoffnung stirbt zuletzt" - Privatinitiative hilft Athens Obdachlosen


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"Die Hoffnung stirbt zuletzt" - Privatinitiative hilft Athens Obdachlosen

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Seit Jahren kämpft Griechenland mit einer sozialen Krise, die Arbeitslosen- und Armutsraten gehören zu den höchsten in der EU. Auch die Zahl der Obdachlosen ist gestiegen. Die Lücken im Sozialsystem versuchen private Initiativen zu füllen.

So wie das sogenannte Zentrum für Liebe und Unterstützung in Athen. Hier bekommen Obdachlose gute Kleidung aus zweiter Hand, eine warme Mahlzeit, können duschen und Kleider waschen. Auch einen Zahnarzt und einen Psychologen gibt es. Vor allem sind die Menschen hier willkommen und finden ein Stück Normalität.

So wie Kostas Darmis, der gesundheitsbedingt nicht regulär arbeiten kann und jetzt im Zentrum hilft: “Ich komme seit fünf Jahren her. Zunächst kam ich, um zu essen. Jetzt tue ich hier alles, all die kleinen Arbeiten. Ich wohne in einem Gästehaus der Stadtverwaltung Athen. Meine Eltern leben nicht mehr, also tue ich hier, was ich kann.”

Betrieben wird das Zentrum von einem privaten Paar. Seit 25 Jahren kümmern sie sich schon um Obdachlose, lange Zeit mit Essensausgaben auf den Straßen. Vor einigen Jahren richteten sie auf zwei lehr stehenden Etagen in Athen das Zentrum ein.

“Wir sagen ihnen immer, dass es Hoffnung gibt, dass die Hoffnungs zuletzt stirbt”, sagt Kostas Vitalakis, einer der beiden Gründer. “Denn die Leute hier fühlen sich hoffnungslos. Aber so sollte das nicht sein.” 680 Mitglieder hat das Zentrum offiziell, doch man habe aufgehört zu zählen so Vitalakis.

Für alle sei das Zentrum sozialer Treffpunkt, ein Stückchen würdevoller Normalität, so euronews-Reporterin Fay Doulgkeri: “Für die Menschen, die hierher kommen, ist das Zentrum zumindest für einige Stunden ein Zuhause. Das gebe ihnen Hoffnung, sagen sie. Aber nach 20 Uhr, wenn das Zentrum schließt, geht das Leben auf der Straße wieder los.”

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