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Europäische Metropolregionen leiden unter Smog

Fahrverbote wurden bereits für den Großraum Paris und Lyon verhängt. Smog-Probleme gibt es auch in Norditalien und Belgien.

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Europäische Metropolregionen leiden unter Smog

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Paris und andere europäische Metropolen leiden unter extremer Luftverschmutzung. In der französischen Haupstadt und Nachbargemeinden gelten seit Dienstag Fahrverbote, weil Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide überschritten wurden. Im täglichen Wechsel müssen Fahrzeuge mit gerader oder ungerader Endziffer im Nummernschild stehen bleiben.

Ausnahmeregelungen gibt es unter anderem für Taxis, Krankenwagen und bestimmte Lieferfahrzeuge. Der Fahrzeugbann ist umstritten und wird von vielen Autofahrern nicht befolgt. In Paris werden bei Nichtbeachtung Bußgelder zwischen 22 und 35 Euro pro Verstoß fällig. Im Gegenzug ist die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs gratis.

Die Kosten dafür werden auf bislang 12 Millionen Euro beziffert

Das Pariser Modell ist ab Freitag auch in der südostfranzösischen Metropole Lyon und der Nachbarstadt Villeurbanne geplant. Eine Lyonnaiserin sagte:“Ich bin besorgt, weil ich ein Baby habe und direkt im Zentrum wohne.”_Ein anderer Passant meinte:“Als Fußgänger stört mich das nicht. Aber für Autofahrer ist das ein Problem.”_

Ein weiterer Grund für die stark verschmutzte Luft in europäischen Metropolregionen ist eine stabile Hochdruck-Wetterlage über Mitteleuropa. Wärmere Luft legt sich in Bodennähe über die kältere und verhindert dadurch bei wenig Wind den Abzug von Schmutzpartikeln.

Laut der Europäischen Umweltagentur in Kopenhagen werden EU-weit in Großbritannien und Italien gefolgt von Deutschland die meisten Todesfälle in Zusammenhang mit Stickoxid-Ausstoß registriert.

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Der Schadstoffausstoß ist in Paris auf dem höchsten Level seit fast 10 Jahren