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Mossul: Spezialeinheiten müssen sich aus erobertem Krankenhaus zurückziehen


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Mossul: Spezialeinheiten müssen sich aus erobertem Krankenhaus zurückziehen

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Rückschlag für die irakischen Truppen im Kampf um Mossul. Nach der Eroberung eines Krankenhauses im Wahda-Viertel am Dienstag, nur 1,5 Kilometer vom zentralen Tigris-Fluss entfernt, mussten sich irakische Spezialeinheiten am Donnerstag wieder aus dem Viertel zurückziehen.

Die Eroberung war einer der bisher größten Vorstöße in feindliches Territorium in Mossul, aber auch einen Abkehr vom normalen Vorgehen, bei dem die Einheiten systematisch Straßenzug für Straßenzug befreien und räumen. Im Wahda-Viertel habe es kaum Wiederstand gegen den Vorstoß gegeben, doch dann seien plötzlich wie aus dem Nichts Attacken von allen Seiten erfolgt, so Offiziere. Beteiligte sprechen von mindestens 20 Opfern. Offizielle Opferzahlen veröffentlicht die irakische Regierung nicht.

Mossul ist derzeit im Norden, Süden und Osten abgeriegelt. Im Westen kontrollieren die schiitischen Milizen inzwischen die Verbindungsstraße nach Rakka. Gut drei Viertel der Stadt sind aber immer noch unter Kontrolle der IS-Dschihadisten. Dort werden weiterhin rund eine Million eingeschlossene Zivilisten vermutet. Ihre Situation wird angesichts des De-facto-Belagerungszustandes und des kommenden Winters immer schwieriger.

Immer wieder kommen beim Kampf gegen die IS-Miliz Zivilisten auch bei Luftschlägen ums Leben. Bei einem Luftangriff auf eine Extremistenstellung in Qaim nahe der syrischen Grenze starben nach Angaben lokaler Krankenhäuser Dutzende Zivilisten auf einem Marktplatz. Die Stadt ist unter Kontrolle der IS-Miliz. Die Regierung in Bagdad gab an, der Informationsfluss aus besetzten gebieten werden von den Dschihadisten kontrolliert, kündigte aber eine Untersuchung an.

Die IS-Miliz hat bereits hunderte Selbstmordattentäter zu Fuß oder in Fahrzeugen gegen die Angreifer geschickt. Scharfschützen und als Zivilisten getarnte Kämpfer nutzen ein versteckt angelegtes Tunnelsystems, um Hinterhalte zu legen. An der Offensive auf Mossul sind rund 100.000 iraksiche Soldaten, kurdische Peschmerga und schiitische MIlizen beteiligt. Die US-geführte Anti-IS-Koalition unterstützt sie mit Luftangriffen und Luftaufklärung.

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