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Machtwechsel in Ghana - Oppositionsführer Akufo-Addo gewinnt Präsidentenwahl


Ghana

Machtwechsel in Ghana - Oppositionsführer Akufo-Addo gewinnt Präsidentenwahl

Machtwechsel in Ghana – Oppositionsführer Akufo-Addo gewinnt Präsidentenwahl. Das Land mit den besten Demokratiewerten Afrikas steht zwei Tage nach der Wahl vor einem friedlichen Übergang. Amtsinhaber John Dramani Mahama hat seine Niederlage anerkannt und dem Sieger gratuliert.

Mahama habe dem Oppositionsführer die weitere Zusammenarbeit zum Wohle des Landes zugesagt. Nach Angaben der Wahlkommission hatte Akufo-Addo 53,85 Prozent der Stimmen errungen, auf Mahama entfielen 44,4 Prozent. Bis zum Freitagabend waren die Ergebnisse in 271 von 275 Wahlkreisen ausgewertet worden.

Akufo-Addos erklärtes Ziel ist es, die schwächelnde Wirtschaft des Landes wieder anzukurbeln. So will er in jedem der 216 Distrikte eine Fabrik errichten lassen. Durch den Bau von Stauseen soll zudem die Energieversorgung verbessert werden.

Mahama (58) hatte in den vier Jahren an der Staatsspitze für einen Ausbau der Infrastruktur gesorgt, unter anderem mit dem Bau neuer Schulen und Krankenhäuser. Viele Wähler jedoch machten Mahama und den regierenden Nationalen Demokratischen Kongress (NDC) für die anhaltende Wirtschaftskrise
verantwortlich. Ghanas Wirtschaft hängt stark von Rohstoffexporten wie etwa Gold, Kakao, Diamanten und Aluminium ab. Fallende Weltmarktpreise und eine jahrelange Energiekrise führten zu steigenden Arbeitslosenraten – und Unmut in der Bevölkerung.

Akufo-Addo wurde in Accra geboren und stammt aus einer bekannten ghanaischen Politikerfamilie. Er besuchte das Lancing College in der südenglischen Grafschaft Sussex. In Ghana unterrichtete er zunächst als Lehrer, studierte danach aber Wirtschaftswissenschaften und Jura. Eine seiner ersten Anstellungen fand er in einer Kanzlei in Frankreich. Seit 1992 engagiert er sich in der NPP. Von 1996 bis 2008 war er Parlamentsabgeordneter. Unter Präsident John Kufuor übernahm er ab 2001 verschiedene Ministerämter.

Ghana, einst unter britischer Kolonialherrschaft, erlangte 1957 als erstes Land in Afrika südlich der Sahara die Unabhängigkeit. Das Land gilt als eine Musterdemokratie auf dem Kontinent.

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