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Marrakesch ehrt chinesische Filmemacher


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Marrakesch ehrt chinesische Filmemacher

Ein starkes Jahr für China auf dem Filmfestival in Marrakesch, die zwei Hauptpreise des Wettbewerbs gingen diesmal an chinesische Filmemacher. Zang Qiwu wurde für sein Spielfilmdebüt “The Donor” mit dem Goldenen Stern für den besten Film ausgezeichnet. Es geht um einen mittellosen Mann, der seine Nieren zum Verkauf anbietet, um an Geld zu kommen.

Zang Qiwu: “Das Filmfestival in Marrakesch hat großen Einfluss in Afrika. Die Jury kommt aus Europa und der ganzen Welt. Und ich hoffe, dass dieser Preis mir bei meiner weiteren Karriere helfen wird.”

Als bester Regisseur wurde Wang Xuebo ausgezeichnet für “Knife in the Clear Water”, ebenfalls ein Debütfilm über einen alten Viehbauern, der sein Tier zu einem traditionellen muslimischen Opferfest in die Berge bringen muss.

Wang Xijian, Produzent des Films: “Uns ist es gelungen, die Sprachbarriere zu überwinden und diesen Preis zu gewinnen. Es ist eine wirklich große Ehre für China. Wir hoffen, dass wir in Zukunft wieder nach Marrakesch reisen werden.”

Der Preis für den besten Schauspieler ging an Baldur Einarsson und Blaer Hinriksson die beiden jugendlichen Hauptdarsteller des isländischen Films “Heartstone” von Gudmundur Arnar Gudmunsson.

Als beste Schauspielerin wurde Fereshteh Hosseini ausgezeichnet, die in der iranisch-afghanischen Koproduktion “Parting” über ein junges Paar, das die Flucht nach Europa wagt, mitspielt.

Das italienisch-österreichische Regie-Duo Tizza Covi und Rainer Frimmel schließlich erhielt den Preis der Jury für die melancholische Zirkus-Hommage “Mister Universo”

Rainer Frimmel: “Jeder Mensch ist für sich etwas Wunderbares, das sollten alle verstehen. Man sollte nicht immer nur das Schlechte in den Menschen sehen. Ich glaube, dann würde alles besser ein bisschen besser funktionieren.”

Lise Pedersen, euronews: “Das 16. internationale Filmfestival von Marrakesch, eines der wichtigsten auf dem afrikanischen Kontinent, ist zu Ende. Die internationale Jury hat den Scheinwerfer diesmal auf China gerichtet, eine Hommage an die universelle Sprache des Films.

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