Eilmeldung

Eilmeldung

Portugiese Antonio Guterres als UN-Generalsekretär vereidigt

Der Portugiese Antonio Guterres ist vor der UN-Vollversammlung in New York als neuer Generalsekretär der Vereinten Nationen vereidigt worden.

Sie lesen gerade:

Portugiese Antonio Guterres als UN-Generalsekretär vereidigt

Schriftgrösse Aa Aa

Der Portugiese Antonio Guterres ist vor der UN-Vollversammlung in New York als neuer Generalsekretär der Vereinten Nationen vereidigt worden. Der 67-Jährige war von 1995 bis 2002 Premierminister Portugals und von 2005 bis 2015 UN-Flüchtlingskommissar.

Guterres gilt als effektiv und ist mit den UN bestens vertraut. Er war im September einstimmig vom UN-Sicherheitsrat vorgeschlagen und dann von der Generalversammlung bestätigt worden. Auch die USA und Russland waren sich bei der Personalie einig.

In seiner Antrittsrede sagte Guterres, die Weltorganisation müsse mehr Verantwortung übernehmen und Bürokratie abbauen, um den Herausforderungen der Zeit gewachsen zu sein und Menschen schneller Ergebnisse liefern zu können. Auch die Globalisierung und ihre Folgen seien ein Thema für die UN. Menschen, die nicht profitierten, fühlten sich von ihren Regierungen im Stich gelassen.

“Es ist an der Zeit für Staats- und Regierungschefs, ihren Bürgern zuzuhören und zu zeigen, dass sie auf sie acht geben, genau wie auf die globale Stabilität und Solidarität von der wir alle abhängen. Und es ist an der Zeit für die Vereinten Nationen, dasselbe zu tun, ihre Schwächen zu erkennen ihre Funktionsweise zu verbessern. Die Organisation ist der Eckpfeiler des Multilateralismus und hat zu Jahrzehnten relativen Friedens beigetragen. Aber die Herausforderungen übersteigen nun unsere Fähigkeiten, zu reagieren. Die Vereinten Nationen müssen bereit sein, sich zu ändern”, so Guterres.

Seine Amtszeit beträgt fünf Jahre. Im Rahmen der Zeremonie wurde auch der derzeitige Generalsekretär Ban Ki-moon verabschiedet. Guterres löst Ban am 1. Januar als obersten Verwaltungsbeamten und Repräsentanten der Vereinten Nationen ab. Ban hatte das Amt ein Jahrzehnt lang inne.