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360 Grad in Hebron und im Grab der Patriarchen

Wir sind hier auf dem Dach eines von Palästinensern bewohnten Hauses in Hebrons Altstadt.

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360 Grad in Hebron und im Grab der Patriarchen

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Wir sind hier auf dem Dach eines von Palästinensern bewohnten Hauses in Hebrons Altstadt. Von hier aus sind es nur wenige Meter bis zur Zone H2, die von Israel kontrolliert wird. Hier leben rund 800 zumeist streng religiöse Siedler. Viele Straßen: abgesperrt, israelische Soldaten sind auf ihren Posten.

Wir sind hier in den Straßen der Altstadt. Hier treffen der arabische und der jüdische Stadtteil Hebrons aufeinander. Die israelische Armee hat einige Straßenzüge abgeriegelt und Geschäfte geschlossen. Ganz in der Nähe: die Höhle Machpela, das Grab der Patriarchen. Eine heilige Stätte für Juden, viele Christen und Muslime.

Der Zugang zum Grab der Partiarchen ist durch mehrere Kontrollpunkte gesichert. Dadurch wird das alltägliche Leben hier erschwert. In der Gedenkstätte sollen die Erzväter Abraham, Isaak und Jakob sowie deren Frauen Sara, Rebekka und Lea ihre letzten Ruhestätten haben sollen.

Dies ist das Grab Abrahams, das seiner Frau Sara ist daneben. Beide liegen im muslimischen Teil der Anlage, in der Abrahamsmoschee, die zum Baukomplex gehört und einst eine von Kreufahrern gebaute Kirche war.

Auch die Gräber Isaaks und seiner Frau Rebekka sind in der Moschee. Im jüdischen Teil befinden sich wiederum die Ruhestätten von Jakob und Lea.

Die friedliche Stimmung im Inneren steht in Kontrast zum Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis. Ein Konflikt, von dem auch dieser Ort nicht verschont bliebt: 1994 richtete der radikale Siedler Baruch Goldstein hier ein Blutbad unter betenden Muslimen an.