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Egypt-Air-Absturz: Ägyptische Ermittler finden Sprengstoffrückstände an sterblichen Überresten

Die Auswertung von Trümmerteilen und der Blackboxen hatte zuvor Hinweise auf einen Brand und starke Rauchentwicklung geliefert.

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Egypt-Air-Absturz: Ägyptische Ermittler finden Sprengstoffrückstände an sterblichen Überresten

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Bei dem Absturz einer Egyptair-Maschine auf dem Weg von Paris nach Kairo vor sieben Monaten könnte es sich ägyptischen Mitteilungen zufolge um einen Anschlag gehandelt haben.

Nach Angaben des ägyptischen Luftfahrtministeriums fanden die Ermittler an menschlichen Überresten Rückstände eines nicht näher benannten Sprengstoffs. Die ägyptisch geleitete Untersuchungskomission will weitere Ermittlungen einleiten.

Der Airbus A320 mit der Flugnummer MS804 war am 19. Mai mit 66 Menschen an Bord auf dem Weg von Paris nach Kairo über dem östlichen Mittelmeer abgestürzt. Alle Menschen an Bord starben, darunter vor allem Ägypter und Franzosen. Die Piloten setzten keinen Notruf ab.

Eine Auswertung der aus dem Mittelmeer geborgenen Wrackteile sowie der stark beschädigten Blackboxen hatte zuletzt Hinweise auf ein Feuer und starke Rauchentwicklung geliefert. Die Einschätzung französischer Forensiker, wonach die Zerstörungskraft, die auf die menschlichen Überreste eingewirkt habe, auf eine Bombe schließen lasse, wiesen die ägyptisch Forensik aber zurück.

Offiziell ist die Absturzursache bislang unklar, weder Frankreich noch Ägypten haben einen Terranschlag explizit ausgeschlossen. Was aber fehlt, ist ein Bekennerschreiben: Bislang hat niemand die Verantwortung für einen möglichen Anschlag übernommen.