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Aleppo: Evakuierung gestoppt


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Aleppo: Evakuierung gestoppt

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In Syrien ist die Evakuierung der Rebellengebiete in Ostaleppo unterbrochen worden. Das erfuhren Nachrichtenagenturen aus Sicherheitskreisen und von Hilfsorganisationen. Augenzeugen zufolge waren entlang der Route zum Abtransport der Menschen mehrere Explosionen zu hören.

Ein staatlicher Nachrichtensender berichtete, Rebellen hätten versucht, während der Evakuierung Gefangene zu nehmen. Offiziellen syrischen Angaben zufolge gab es eine Straßenblockade. Medien, die der mit dem syrischen Regime verbündeten Hisbollah nahe stehen, meldeten, die Demonstranten würden die Evakuierung zweier schiitische Dörfer in der Provinz Idlib verlangen. Dies war Bedingung für das Evakuierungsabkommen für Aleppo. Ein Vertreter der Rebellen und der oppositionelle Nachrichtensender Orient TV beschuldigten schiitische iranische Milizen.

Hilfsorganisationen wurden offenbar keine Gründe für die Unterbrechung genannt, so eine Vertreterin der Weltgesundheitsorganisation WHO. Ihr Team in Ostaleppo stehe nicht in Kontakt mit den syrischen Behörden, so Elizabeth Hoff. “Ich vermute, dass Russland, dass das Gebiet überwacht, den Befehl gegeben hat.” 194 Patientinnen und Patienten seien bereits in Krankenhäuser in West-Aleppo, Idlib und der Türkei eingeliefert worden, so Hoff zum Stand um sieben Uhr am Freitagmorgen. Die Kliniken seien “überfordert”.

Verletzte sollen in ländliche Gebiete westlich von Aleppo gebracht werden, wo sie durch das Internationale Komitee des Roten Kreuzes medizinisch versorgt werden sollen. Türkischen Regierungsangaben zufolge war am Morgen ein sechster Evakuierungskonvoi aufgebrochen. Bisher seien demnach mehr als 7000 Menschen evakuiert worden. Finales Ziel sind unter anderem Rebellengebiete in der Provinz Idlib.

Nach Angaben der oppositionellen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sind unter den bisher Evakuierten auch Hunderte Kämpfer. Einige Verletzte sollten auch in die Türkei gebracht werden, so der Chef des türkischen Roten Halbmonds Kerem Kınık: “Wir arbeiten mit dem Syrischen Halbmond zusammen, vor allem bei der Evakuierung der Verletzten. Dafür werden in Idlib und auf türkischer Seite Vorbereitungen getroffen. Unser Krankenhaus ist bereit.” Türkische Behörden gaben zudem bekannt, dass Ankara in Syrien Lager zur Versorgung von Verletzten errichten werde.

Die gegnerischen Truppen hatten sich nach der fast vollständigen Rückeroberung Aleppos durch die syrische Regierung und ihre Verbündeten auf den Abzug der Rebellen und den Evakuierungsplan geeinigt. Mit dem Sieg über die Aufständischen in Ost-Aleppo kontrolliert das Assad-Regime wieder alle großen Städte des Landes.

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