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"Demokratie ist größer als eine Person"


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"Demokratie ist größer als eine Person"

In den USA laufen die Vorbereitungen zur Amtseinführung des 45. Präsidenten im Januar. Donald Trump lud seine Anhänger bereits nach Washington ein.

Doch zuvor sind die Wahlmänner an der Reihe: An diesem Montag müssen SIE in der letzten großen Wahl den Präsidenten bestimmen.
Reine Formsache?

Es ist eine alte und komplexe Tradition: Die Verfassung geht auf das Jahr 1787 zurück. Sie sieht vor, dass der Präsident der USA nicht direkt vom Volk, sondern vom Electoral College gewählt wird.

Von den 538 Wahlmännern kommen 232 aus US-Staaten, die mehrheitlich für Hillary Clinton gestimmt haben. Und 306 aus Trump-Hochburgen. 270 braucht ein Kandidat, um Präsident zu werden.

Am vergangenen Donnerstag erteilte Trump Kritikern vor Anhängern in Pennsylvania eine deutliche Absage: “… und in vier Jahren werden wir sogar mit noch mehr Stimmen gewinnen.”

Seine Gegner sind gut organisiert. Mittlerweile gibt es eine Petition mit etwa 4 Millionen Unterschriften.

Gleichzeitig wenden sich mehr und mehr Menschen direkt an die Wahlmänner: Sie hoffen auf ein Manöver, das seit 1787 nur 82 Wahlmänner wagten: gegen den Kandidaten zu stimmen, der aus ihrem US-Staat als Sieger hervorging.

Dieses Vorgehen ist jedoch in fast der Hälfte der US-Bundesstaaten verboten.

Eine Tatsache würde dafür sprechen:
Hillary Clinton hatte bei der Wahl im November 2,6 Millionen Stimmen mehr erhalten als Trump. Doch aufgrund des komplexen Wahlrechts unterlag sie.

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