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Israelinnen protestieren wegen Dresscodes im Parlament

Zu kurze Röcke: Frauen dürfen nicht in die Knesset

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Israelinnen protestieren wegen Dresscodes im Parlament

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Mitarbeiterinnen des israelischen Parlaments haben gegen eine angebliche Verschärfung der Kleiderordnung in der Knesset protestiert.

Wachleute hätten in den vergangenen Tagen mehreren Frauen mit angeblich zu kurzen Röcken den Zutritt zur Knesset verwehrt.

Mehrere Frauen kamen aus Protest in kurzen Röcken zur Arbeit.

Kessem Rosenblat arbeitet in der Knesset. Sie sagt: “Wir haben Berichte von Frauen, die auch im Parlament arbeiten, und sie sagen, dass sie nicht hineingelassen oder von den Wachleuten demütigend behandelt wurden, nur weil sie ein Kleid oder einen Rock anhatten. Aber sie haben das immer schon getan. Wir haben uns jetzt entschlossen, den Dresscode zu untersuchen. Offenbar wurde er geändert, ohne uns zu informieren. Heute war allerdings alles normal, keiner hat uns provoziert, weil unsere Knie zu sehen waren.”

“Die Verschärfung ist eine Vorgabe des neuen Knesset-Generaldirektors und des Managements der Knesset, den Dresscode strikter durchzusetzen”, zitierte die israelische Zeitung “Haaretz” die Interessensvertretung der Mitarbeiter.

“Die Kleiderordnung ist sehr moderat, sie nimmt Rücksicht auf die israelische Kultur und auch
auf die heißen Sommer.” Darin heiße es auch, dass die Röcke nicht zu kurz sein dürften. Es gehe um Respekt vor dem Parlament.

Schon einmal hatte ein knappes Outfit im israelischen Parlament für Aufregung gesorgt: Israels First Lady Sara Netanjahu kam 2013 zur Parlamentseröffnung in einem Spitzenkleid.