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Les Arcs: Filmfest auf dem Gipfel


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Les Arcs: Filmfest auf dem Gipfel

Ein Filmfest mit viel Frischluft und Ambitionen ist das Festival De Cinéma Européen Des Arcs mitten in den französischen Alpen. Das noch relativ junge Festival mit parallel stattfindendem Koproduktionsmarkt ist dabei, sich als attraktiver Branchentreffpunkt zu etablieren. Jury-Präsident ist diesmal der rumänische Rgeisseur Radu Mihaileanu.

Radu Mihaileanu: “Die große Stärke Europas, und genau deswegen dürfen wir uns nicht nach dem Bild Amerikas richten, ist die große Vielfalt an unterschiedlichen Gedanken und Ideen. Dieser Reichtum Europas, vielseitig, aber mit einer gemeinsamen Geschichte, sorgt für Demokratie.”

Zehn Beiträge kämpfen im offiziellen Wettbewerb um den “Kristallpfeil”. Insgesamt werden rund 120 Filme vorgestellt, darunter auch die bitterböse Komödie King of the Belgians von Peter Brosens und Jessica Woodworth über einen fiktiven belgischen Monarchen, der beim Staatsbesuch in Istanbul vom Auseinanderbrechen Belgiens überrascht wird. Die überstürzte Heimreise der königlichen Delegation gerät zum Chaostrip quer durch Europa.

Radu Mihaileanu: “Unsere Unterschiede sind unser Reichtum. Und diese Stärke Europas finden Sie auf diesem Festival wieder. Ein lebendiges, ausdrucksstarkes, aber auch gegensätzliches Europa. Diese Vielfalt ist keine Schwäche, sondern ein Zeichen der Stärke.”

“Village des Coproductions” heißt der Filmmarkt des Festivals, der Projektanbieter mit Branchenvertretern in Kontakt bringt.

Vorbild war das von Robert Redford in Park City erschaffene Sundance Festival, erklärt Festivaldirektor Pierre-Emmanuel Fleurantin. “Für uns ist das in der Tat ein leuchtendes Vorbild, auch was Image betrifft. Sundance ist eine heute ein Markenzeichen, eines der schönsten Festivals weltweit. Genau dort findet man Independent Filme von großer Qualität. Wir würden gern dasselbe machen, aber mit dem europäischen Independent Kino, das wir fördern und vertreiben wollen.”

Die Filme kommen aus ganz Europa. Ein Programmteil ist Regisseurinnen gewidmet unter dem Titel “Nouvelles Femmes de Cinéma”, neue Frauen für den Film.

Pierre-Emmanuel Fleurantin: “Wir hoffen, dass die zehn Filmemacherinnen, die wir heute hier vorstellen morgen zu den zehn Stammgästen in Cannes gehören werden. Weil sie sich entfaltet, etabliert und ihre Filmsprache entwickelt haben werden, deswegen wollen wir sie fördern und bekannt machen.”

Zu den zehn Regisseurinnen, die das Festival ins Rampenlicht stellt, gehört die Irin Rebecca Daily, deren Drama “Mammal” über den Schmerz einer Mutter, die ihren Sohn verliert, bereits auf anderen Festivals viel Beachtung fand.

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