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Frankreichs Linke schickt sieben Bewerber in Vorwahl um Präsidentenamt


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Frankreichs Linke schickt sieben Bewerber in Vorwahl um Präsidentenamt

Im April wird in Frankreich ein neuer Präsident gewählt: Die Sozialisten und verbündete Parteien schicken nun offiziell sieben Bewerber in ihre Vorwahl, in der der endgültige Kandidat der Linken ermittelt wird.

Vier der Bewerber gehören zu den Sozialisten, die übrigen drei sind in anderen Parteien. Die Vorwahl findet Ende Januar statt.

Der bekannteste Kandidat ist Manuel Valls, bis vor kurzem noch Regierungschef. Andere bekannte Namen sind zum Beispiel die ehemaligen Minister Benoît Hamon und Arnaud Montebourg, ein populärer Vertreter der Parteilinken.

Für Valls war der Weg frei, als der jetzige Staatspräsident François Hollande darauf verzichtete, sich noch einmal zur Wahl zu stellen. Mit dieser Entscheidung ließ er sich lange Zeit, hatte aber letztlich angesichts seiner enormen Unbeliebtheit nach fünf Jahren Amtszeit kaum eine andere Wahl.

Laut Umfragen hätte aber weder Valls noch irgendein anderer die Chance, bei der eigentlichen Präsidentenwahl Ende April überhaupt in die zweite Runde (die dann im Mai stattfindet) zu kommen.

Das liegt auch an der Zersplitterung der Linken: So tritt Emmanuel Macron, ebenfalls früher Minister, auf eigene Faust an. Die Vorwahl der Linken erspart er sich. Auch andere bekannte Linkspolitiker wollen es alleine schaffen.

Bei der Vorwahl darf abstimmen, wer sich zu linken Werten bekennt und einen Euro zahlt.

Ähnlich lief es bei der Vorwahl der Konservativen, die so den einstigen Regierungschef François Fillon zu ihrem Präsidentschaftskandidaten machten. Mehr als vier Millionen Menschen nahmen an dieser Vorwahl teil.

Außerdem geht mit besten Aussichten Marine Le Pen in die Wahl, die Anführerin der fremden- und EU-feindlichen Front National: Bisherige Umfragen sehen sie und Fillon in der Stichwahl, weit vor allen Bewerben der Linken.

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