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Südkoreas Bevölkerung gespalten: Demonstrationen für und gegen Präsidentin Park


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Südkoreas Bevölkerung gespalten: Demonstrationen für und gegen Präsidentin Park

Zehntausende haben in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul sowohl für als auch gegen die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye demonstriert. Ihre Unterstüzter forderten, dass Park die Amtsgeschäfte wieder übernehmen solle.

Ein 61-jähriger Befürworter der Präsidentin Kim U-Ghi schildert, warum er für die Präsidentin auf die Straße geht: “Die Medien sind Schuld an der Entscheidung für ein Amtsenthebungsverfahren. Sie haben die Menschen mit Falschinformationen getäuscht, darauf beruht das Verfahren. Wir sind gegen das Amtsenthebungsverfahren. Wir legen Rosen für den Frieden nieder.”

Parks Gegner waren ihren Befürwortern zahlenmäßig weit überlegen, sie fordern weiterhin den sofortigen Rücktritt der Staatschefin. Die Demonstranten werfen der Politikerin Korruption vor. Ein 49-jähriger Geschäftsmann sagt: “Das Parlament hätte dem Amtsenthebungsverfahren schneller zustimmen sollen, das Verfassungsgericht muss ihm zustimmen. Es könnte eine historischer Möglichkeit für unser Land sein.”

Park soll ihrer Vertrauten Choi Soon Sil haben, sich in Regierungsgeschäfte einzumischen. Diese habe ihrerseits Druck auf Großunternehmen ausgeübt, Beiträge an gemeinnützige Stiftungen zu leisten, die der Präsidentin zugute kamen. Die Opposition wirft der Politikerin vor, dass sie unter anderem gegen das Grundgesetz verstoßen habe. Die 64-Jährige weist alle Vorwürfe gegen sie zurück.

Nach massiven Protesten im November hatte das Parlament bereits am 9. Dezember dem Amtenthebungsverfahren gegen Park zugestimmt. Das Verfassungsgericht muss innerhalb von 180 Tagen endgültig über ihre Absetzung entscheiden.

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