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Mordanklage gegen sogenannten "U-Bahn-Treter von Berlin"?

Der als "U-Bahn-Treter von Berlin" gesuchte Mann ist gefasst. Offenbar könnte der 27-jährige Bulgare wegen Mordes angeklagt werden.

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Mordanklage gegen sogenannten "U-Bahn-Treter von Berlin"?

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Vertreter der Staatsanwaltschaft Berlin prüfen offenbar, ob der sogenannten “U-Bahn-Treter von Berlin” des Mordes angeklagt werden kann.

In der Berliner Morgenpost sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Michael Steltner: “Der Vorwurf gegen S. Im Haftbefehl lautet derzeit auf gefährliche Körperverletzung. Die endgültige Bewertung könnte aber durchaus auf Mord oder Mordversuch hinausgehen.”

Der verdächtige 27-jährige Bulgare wurde bei der Ankunft am ZOB, dem Zentralen Busbahnhof der deutschen Hauptstadt, festgenommen.

Die Bildzeitung berichtet, sein Bus sei aus Südfrankreich gekommen. Ein Fahrgast habe den Verdächtigen erkannt und die Polizei benachrichtigt. Seit Donnerstag bestand gegen ihn ein Haftbefehl.

Der Mann hatte Ende Oktober auf einer Treppe zum U-Bahnhof Hermannstraße offensichtlich grundlos eine Frau in den Rücken getreten.

Die Frau stürzte die Treppe hinab und brach sich den Arm. Der Täter und seine Begleiter gingen ungerührt weiter.

Zur Fahndung nutzte die Polizei die Bilder einer Überwachungskamera. Diese Bilder lösten Bestürzung über die Brutalität der Männer aus.

Am Montag war bereits einer der Männer vom Tatort vorübergehend festgenommen worden.

Eine Beteiligung an einer gefährlichen Körperverletzung konnte ihm aber nicht nachgewiesen werden, so dass er wieder entlassen wurde. Gegen ihn wird jedoch weiter ermittelt: Möglich ist ein Verfahren wegen unterlassener Hilfeleistung.

Der jetzt gefasste Hauptverdächtige sei zum letzten Mal vor rund einem Monat in Bulgarien gewesen, berichtet der bulgarische Fernsehsender Nowa Telewisija. Er sei wegen Diebstahls, Raubs und Hooliganismus vorbestraft.