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Syrien: Nach langem Warten in der Kälte werden mehrere tausend Menschen evakuiert

Mehrere Tausend Menschen haben am Montag in Bussen Ost-Aleppo und zwei schiitische Ortschaften verlassen.

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Syrien: Nach langem Warten in der Kälte werden mehrere tausend Menschen evakuiert

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Mehrere Busse haben die ersten Menschen aus den beiden von Rebellen belagerten Orten Fua und Kafraja im Nordwesten Syriens gebracht. Nach Angaben regierungsnaher Medien verlief die Passage nach Aleppo ohne Zwischenfälle. Laut der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte waren unter den rund 500 Evakuierten Frauen, Kinder, Kranke und Verletzte, die schon lange in der Kälte ausgeharrt hatten.

Die teilweise Evakuierung der schiitischen Ortschaften erfolgte im Gegenzug für die Evakuierung der zerstörten Rebellengebiete im Ostteil Aleppos, die in der Nacht zum Montag wieder angelaufen war. Aktivisten zufolge verließen seitdem 65 Busse mit über 3500 Passagieren Ost-Aleppo in Richtung der zum Großteil von Aufständischen beherrschten Provinz Idlib südwestlich von Aleppo. In der Stadt sollen noch Zehntausende Menschen in den Ruinen eingeschlossen sein.

Mit Syrien verbündete schiitische Milizen aus dem Iran hatten gefordert, dass auch die Belagerung von Fua und Kafraja aufgehoben werden müsse. Die Evakuierung der schiitischen Ortschaften war im ersten Anlauf durch den Beschuss bereitstehender Busse gescheitert. Die Regierung in Damaskus machte “bewaffnete Terroristen” für die Zerstörung der Fahrzeuge verantwortlich. Auf Seiten der Rebellen hieß es, eine “wütende Menschenmenge” habe die Attacke durchgeführt. Insgesamt sollen aus Fua und Kafraya rund 1500 Zivilisten in Sicherheit gebracht werden.