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Warum lässt ein Attentäter seine Papiere zurück?

Einige sprechen von “Fakenews” und fühlen sich in die Irre geführt, weil im Fahrerhaus des LKW die Aufenthaltsdokumente des mutmaßlichen Attentäters des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt am Breitschei

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Warum lässt ein Attentäter seine Papiere zurück?

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Einige sprechen von “Fakenews” und fühlen sich in die Irre geführt, weil im Fahrerhaus des LKW die Aufenthaltsdokumente des mutmaßlichen Attentäters des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin gefunden wurden. Doch auch bei anderen Anschlägen hatten die Verantwortlichen Papiere zurückgelassen.

Teil der Strategie der Terroristen?

Offenbar ist es Teil der Strategie islamistischer Terroristen, dass sie für ihre Anschläge gefeiert werden wollen. Sie suchen nach Anerkennung durch die Terrororganisation und deren Anhänger. Diese These wird auch in einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung vertreten.

Oft tauchen nach den Anschlägen Bekennervideos auf, sie gehören zum Instrumentarium der Terroristen. Ein Bekennervideo gab es auch nach dem Bombenschanschlag von Ansbach, bei dem 15 Menschen verletzt wurden.

Charlie-Hebdo-Attentäter Saïd Kouachi ließ Dokumente im Auto zurück

Im Januar 2015 nach dem Anschlag auf dei Satirezeitschrift “Charlie Hebdo” wurden die Papiere des Attentäters Saïd Kouachi im Fluchtauto gefunden. Er wurde wenige Tage später bei einer Geiselnahme in einer Druckerei im Norden von Paris getötet, deshalb konnten viele Einzeleheiten nicht aufgeklärt werden.

Der syrische Pass am Stade de France im November 2015

Der Pass aus Syrien, der nach dem Anschlag am 13. November 2015 am Stade de France im Norden von Paris gefunden wurde stellte sich als falsch heraus. Doch er gab den Ermittlern lange Rätsel auf.

Zweifel in den sozialen Medien

In den sozialen Medien kommt es vielen seltsam vor, dass die Ermittler erst zwei Tage nach dem Anschlag bekanntgebeben haben, dass die Aufenthaltsgenehmigung des Verdächtigen in dem LKW gefunden wurde.

Wollte der Verdächtige angeworben werden?

Laut Informationen von Spiegel Online bot sich der gesuchte Tunesier als Selbstmordattentäter an. Er war zuvor von den deutschen Behörden als “Gefährder” eingestuft und überwacht worden.