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Entführer verlassen Flugzeug: Geiselnahme auf Malta beendet


Malta

Entführer verlassen Flugzeug: Geiselnahme auf Malta beendet

Nach der Umleitung einer libyschen Passagiermaschine nach Malta haben sich die Entführer wenige Stunden nach der Landung ergeben.

Die beiden Männer verließen das Flugzeug zusammen mit sieben Besatzungsmitgliedern. Zuvor waren alle Passagiere freigelassen worden.

Einer der Männer hatte von der Flugzeugtür aus die frühere, unter Gaddafi gebrauchte libysche Staatsflagge geschwenkt. Maltesische Medien berichteten, die beiden Männer hätten sich als Unterstützer des 2011 getöteten langjährigen libyschen Machthabers bezeichnet.

Die Männer befinden sich nach Angaben der maltesischen Regierung in Polizeigewahrsam. Sicherheitskräfte hatten sie kurz nach Verlassen des Flugzeugs überwältigt und abgeführt.

An Bord hatten sich 111 Fluggäste befunden, darunter 28 Frauen und ein Kind. Jeweils zu zweit verließen sie die Kabine über eine Gangway und stiegen dann in bereitgestellte Busse.

Die Regierung in Tripolis hatte die Entführung zuvor bestätigt. Die beiden Männer sollen gedroht haben, die Maschine in die Luft zu sprengen. Nach Angaben von Passagieren sollen sie mit Granaten bewaffnet gewesen sein. Am frühen Freitagabend gab die maltesischer Regierung an, es habe sich um Atrappen gehandelt. Tripolis’ Transportminister gab an, die Sicherheitsvorkehrungen an den Flughäfen des nordafrikanischen Landes verschärfen zu wollen.

Eine private libysche Nachrichtenseite berichtete, die Entführer hätten geplant, sich Asyl in einem europäischen Land zu erzwingen. Die libysche Regierung bestätigte, dass die Männer einen dauerhaften Aufenthalt in Malta erreichen wollten.

Der internationale Flughafen von Malta war vorübergehend gesperrt worden.

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