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Tupolew-Absturz: Suche nach Flugschreibern dauert an


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Tupolew-Absturz: Suche nach Flugschreibern dauert an

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Nach dem Absturz einer russischen Militärmaschine über dem Schwarzen Meer geht die Suche nach den Flugschreibern der Maschine und damit nach der Unglücksursache weiter. Etwa 3000 Rettungsleute auf 27 Schiffen suchten die Küste vor dem Ferienort Sotschi ab. Bis zum Sonntagnachmittag wurden zwölf Leichen geborgen.

Die Flugschreiber der Tupolew seien noch nicht geortet worden, sagte der russische Transportminister Maxim Sokolow am Sonntagabend in der Schwarzmeerstadt Sotschi. “Den sogenannten Blackboxes dieses Maschinentyps TU-154 fehlt das sonst vorhandene Radioradar. Wir müssen also auf Sicht nach ihnen suchen, auf dem Meeresgrund, zwischen den Trümmern der Maschine, die hoffentlich noch vorhanden sind (…) Die Untersuchungskommission sucht nach den möglichen Ursachen für den Absturz. Wir berücksichtigen das ganze Spektrum der in Frage kommenden Gründe”, so der Minister.

Die Maschine aus Moskau hatte in Sotschi lediglich eine Zwischenlandung eingelegt und war nach Militärangaben um 5.25 Uhr Ortszeit wieder gestartet. Zwei Minuten später sei der Kontakt abgerissen und die Maschine vom Radar verschwunden. Nicht genannte Behördenvertreter sprachen von möglichen technischen Problemen im Steigflug. Routinemäßig gingen Ermittler auch dem Verdacht auf einen Anschlag nach.

Künstler und Militärs unter den Opfern

Bei dem Absturz des Flugzeugs auf dem Weg nach Syrien waren alle 92 Menschen an Bord ums Leben gekommen, darunter auch Elizaveta Glinka, die Leiterin einer russischen Wohltätigkeitsstiftung. Die vom Kreml für ihr Engagement ausgezeichnete Ärztin war in Russland auch als Dr. Lisa bekannt.

An Bord waren nach Angaben des Verteidigungsministeriums außerdem 64 Sänger und Tänzer des Alexandrow-Armeechors. Die Künstler waren auf dem Weg nach Latakia in Syrien, um dort auf einer russischen Luftwaffenbasis ein Konzert zu geben. Das russische Fernsehen veröffentlichte am Sonntag die Namen der getöteten Ensemblemitglieder.

Auch neun Mitarbeiter russischer Fernsehsender sowie Beamte und Militärs kamen ums Leben, außerdem die Besatzung der Maschine.

Weltweit Bestürzung nach Unglück

Präsident Wladimir Putin ordnete für Montag Staatstrauer an. Ministerpräsident Dmitri Medwedew sprach von einer “fürchterlichen Katastrophe”, wie die Agentur Interfax meldete. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach Putin nach dem Unglück ihr Mitgefühl aus, wie die Regierung in Berlin mitteilte.

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