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Weihnachtsfeier in Bethlehem: Patriach ruft zu Offenheit auf

Bei der Christmette in Bethlehem hat der neue Patriach von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, die Gläubigen zu Offenheit aufgerufen.

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Weihnachtsfeier in Bethlehem: Patriach ruft zu Offenheit auf

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Zusammen mit Christen aus aller Welt und muslimischen Palästinensern hat in Bethlehem erstmals der neue Patriach von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, die Mitternachtsmesse gefeiert. Auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nahm teil.

In seiner Predigt sagte der Patriach, zerstörte Hoffnungen auf Frieden und die zunehmende Gewalt zwängen die Menschen in Abwehrhaltung. Er beklagte eine Furcht vor dem Fremden, der an unsere Tür klopfe und an den Grenzen unserer Länder stehe. Pizzaballa war im September als Nachfolger des emeritierten Patriarchen Fouad Twal in das Amt des Repräsentanten des Papstes eingeführt worden.

Auch auf dem Krippenplatz vor der Geburtskirche kamen trotz Kälte zahlreiche Gläubige. Pfadfinder-Bands traten auf, Chöre sangen Weihnachtslieder. “Ich fühle mich sehr privilegiert mit meiner Familie hier sein zu können und es ist sehr fesselnd – insbesondere jetzt nach der UN-Resolution zugunsten der Palästinenser”, sagt Gerald Rockemschaub, ein österreichischer Tourist. “Heute ist ein sehr besonderer Tag!” Ihm schließt sich Elisabeth Lueger an, die ebenfalls aus Österreich kommt: “Bethlehem ist der Geburtsort Jesu. Daher ist es für uns etwas ganz Besonderes, hier zu sein. Wir sind zum ersten Mal an einem 24. Dezember hier. Wir haben zusammen gefeiert und alle sind hier glücklich.”

Auf dem Krippenplatz galten höhere Sicherheitsvorkehrungen als in den Vorjahren. Besucher der Geburtskirche mussten zusätzliche Kontrollen passieren. Nach christlicher Überlieferung steht die Geburtskirche in Bethlehem an dem Ort, an dem Jesus zur Welt kam.