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Flugzeugabsturz in Kolumbien auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen


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Flugzeugabsturz in Kolumbien auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen

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Der Flugzeugabsturz mit 71 Toten in Kolumbien Ende vergangenen Monats ist auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen. Zu diesem Schluss kommt ein vorläufiger Untersuchungsbericht der kolumbianischen Luftfahrtbehörde. Die Unglücksursachen seien Treibstoffmangel, eine Überladung der Maschine um 400 Kilogramm und eine Überschreitung der zulässigen Flughöhe, erklärte der kolumbianische Minister für Luftraumsicherheit, Freddy Bonilla:“Bis zum jetzigen Zeitpunkt liegen uns keine Hinweise dafür vor, dass technische Faktoren zu dem Unfall beigetragen haben könnten. Es handelt sich um menschliches Fehlverhalten, dass vor allem dem Management der Airline zuzuordnen ist. Dazu gehören die Organisation der Flugpläne durch die Fluggesellschaft und die Behörden in Bolivien.”

Direkt verantwortlich für den Absturz bei Medellín seien der Pilot der Maschine und die Fluggesellschaft LaMia, sagte der Minister. Es sei versäumt worden, die Maschine aufzutanken. Diese sei ferner technisch nicht für die Flughöhe ausgelegt gewesen. Das Flugzeug hätte etwa in Cobija im Norden Boliviens oder in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá betankt werden können. Die Untersuchungsergebnisse decken sich mit vorläufigen Erkenntnissen bolivianischer Ermittler.

Bei dem Unglück war unter anderem die Mannschaft des brasilianischen Fußball-Erstligisten Chapecoense fast vollständig ausgelöscht worden. Sie wollte in Medellín das Final-Hinspiel der Copa Sudamericana bestreiten. Auch der Pilot und Mitinhaber von LaMia kam ums Leben. Ein Geschäftsführer der LaMia-Airline und ein Mitarbeiter der bolivianischen Luftfahrtbehörde sitzen in Untersuchungshaft. Beide erklärten sich für unschuldig.

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