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Ministerpräsident Netanjahu bezeichnet Kerry-Rede als "tiefe Enttäuschung"


Israel

Ministerpräsident Netanjahu bezeichnet Kerry-Rede als "tiefe Enttäuschung"

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Grundsatzrede von US-Außenminister John Kerry zur Nahost-Politik scharf verurteilt. Man lasse sich von niemandem belehren. Wie könne man Frieden mit jemandem schließen, der Israels Existenzrecht abspreche, fragte Netanjahu.

Wörtlich bezeichnete er Kerrys Rede als “tiefe Enttäuschung”. Sie sei genauso unausgewogen wie die Anti-Israel-Resolution im UN-Sicherheitsrat letzte Woche. “In der Rede ging es ausführlich um Frieden zwischen Israelis und Palästinensern. Doch Minister Kerrys Verurteilung des Terrors ist ein reines Lippenbekenntnis”, sagte Netanjahu. Der unaufhörliche terroristische Kampf der Palästinenser gegen den jüdischen Staat dauere nun schon fast ein Jahrhundert.

Vor Kerrys Rede hatte Netanjahu eine Abstimmung über hunderte neue Siedlerwohnungen im palästinensischen Ost-Jerusalem verschieben lassen, einem Vertreter des Planungsausschusses von Jerusalem zufolge um die Spannungen mit den USA nicht weiter anzuheizen. Für einen anderen Siedlungsneubau in Ost-Jerusalem gab die Stadtverwaltung laut Nichtregierungsorganisation Ir Amim dagegen grünes Licht.

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