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Russland und Türkei schlagen Waffenruhe für ganz Syrien vor


Syrien

Russland und Türkei schlagen Waffenruhe für ganz Syrien vor

Russland und die Türkei haben sich nach einem Bericht der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu auf den Vorschlag einer generellen Waffenruhe in Syrien geeinigt. Dieser Vorschlag solle nun den Konfliktparteien unterbreitet werden. Angestrebt werde, dass die Waffenruhe bereits in der Nacht zu Donnerstag um Mitternacht (Ortszeit) in ganz Syrien in Kraft trete.

Türkische Truppen liefern sich seit Tagen bei einer Offensive zur Eroberung der nordsyrischen Stadt Al-Bab heftige Gefechte mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Nach Angaben des türkischen Militärs hatte der IS in Al Bab 30 fliehende Zivilisten getötet.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte die mangelnde Unterstützung der US-geführten Koalition gegen den IS beklagt. Er warf dem Bündnis sogar Unterstützung von Terrorgruppen vor.

Die Türkei hatte im August eine Bodenoffensive in Syrien begonnen, mit der sie sunnitische Rebellen unterstützt. Den Verbündeten ist es mit der Operation “Schutzschild Euphrat” gelungen, den IS von der türkisch-syrischen Grenze zu verdrängen.

Von der neuen Waffenruhe solle der Kampf gegen Terrororganisationen ausgenommen sein. Die Außenminister der Türkei, Russlands und des Iran hatten sich in der vergangenen Woche in Moskau getroffen. Sie hatten anschließend erklärt, ihre Länder stünden als Garantiemächte für ein Friedensabkommen zwischen syrischer Regierung und Opposition bereit.

Auch der russische Präsident Wladimir Putin bemüht sich um gute Beziehungen sowohl zur Türkei als auch zum Iran. So telefonierte er kürzlich sowohl mit dem türkischen Präsidenten als auch mit seinem iranischen Amtskollegen und besprach unter anderem die Lage in Syrien.

Die Türkei unterstützt in Syrien die Opposition, Russland dagegen die Regierung von Baschar al-Assad.

Im Januar wollen Russland und die Türkei im kasachischen Astana zwischen Vertretern der syrischen Opposition und der syrischen Regierung vermitteln. Auch dabei sollen nach türkischen Angaben Terrorgruppen ausgeschlossen werden.

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