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Russlands Anti-Doping-Agentur dementiert Bericht zur Doping-Vertuschung


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Russlands Anti-Doping-Agentur dementiert Bericht zur Doping-Vertuschung

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Russische Sportler haben während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi systematisch gedopt. So gab es die russische Anti-Doping-Agentur Rusada laut New York Times zu.

“Es war eine institutionelle Verschwörung”, zitierte die Zeitung Rusada-Chefin Anna Anzeliowitsch. Sie sei schockiert gewesen von den Enthüllungen über den Ausmaß des Skandals, der einer der größten in der Sportgeschichte ist. Die Regierung sei jedoch nicht involviert gewesen.

Inzwischen hat die russische Anti-Doping-Agentur die Aussagen dementiert und als “aus dem Zusammenhang gerissen” bezeichnet. In einer Stellungnahme teilte die Agentur mit, durch die verfälschte Aussage sei der Eindruck entstanden, dass die Rusada die Existenz einer institutionellen Verschwörung bestätige.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte Vorwürfe des Staatsdopings bislang stets zurückgewiesen. Im Juli ließ er eine neue Anti-Doping-Kommission in Russland gründen, nachdem die massiv in die Kritik geratene Rusada von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) suspendiert wurde.

Der WADA zufolge sollen russische Athleten nicht nur in Sotschi systematisch gedopt haben. Die Rusada habe den Sportlern beim Vertuschen geholfen. Ein Labordirektor soll Urinproben ausgetauscht und den Sportlern die leistungssteigernden Mittel zur Verfügung gestellt haben. Auch der russische Inlandsgeheimdienst FSB soll involviert gewesen sein.

Auslöser des Skandals war der am 9. Dezember veröffentlichte zweite Teil des McLaren-Reports. Darin wird unter anderem 31 russischen Skijägern, darunter auch Goldmedaillen-Gewinnern in Sotschi, Doping vorgeworfen. Der Ski-Weltverband und der Biathlon-Weltverband sperrten daraufhin einige russische Athleten vorläufig. Bereits im Sommer, nachdem der erste Teil des Reports veröffentlicht worden war, schloss der Leichtathletik-Weltverband russische Sportler von den Olympischen Spielen in Rio aus.

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